Brisanter Fall

Münchner Gymnasium als „Nazi-Schule“ beschimpft? Lehrer klagt gegen Entlassung

Ein Referendar soll seine Kollegen an einem Münchner Gymnasium mehrmals als „Nazis“ bezeichnet haben. Vor Gericht hat der entlassene Pädagoge das bestritten. Nun klagt er auf Wiedereinstellung.

Das war ein kurzes Intermezzo: Weil ein 40-jähriger Referendar seine Kollegen wiederholt heftig beschimpft haben soll, wurde er nach weniger als zwei Jahren vom Kultusministerium entlassen. Nun hat der Lehrer gegen seine Entlassung geklagt. Das berichtet die Abendzeitung.

Was war geschehen? Im Januar 2016 trat der Pädagoge seinen Dienst am Michaeli-Gymnasium an. Schon kurze Zeit später soll es zu einem ersten Eklat gekommen sein, als der 40-Jährige heftig mit dem Mensapächter aneinandergeriet. Bei der Verhandlung am Verwaltungsgericht sagte der entlassene Pädagoge offenbar aus, er habe sich von Beginn an ungerecht behandelt gefühlt.

Lehrer schimpft auf „Nazi-Schule“

Im weiteren Verlauf des Engagements soll der Referendar die Direktorin als „rechtsradikal“ bezeichnet haben und das Gymnasium als „Nazi-Schule“ verunglimpft haben, schreibt die Abendzeitung

Vor Gericht bestreitet der 40-Jährige die Vorwürfe. Das Vorgehen der Direktorin will der entlassene Pädagoge als „recht radikal“ bezeichnet haben. Auch in dem anderen ihm zur Last gelegten Fall will er missverstanden worden sein. Er habe das Gymnasium lediglich als „Bazi-Schule“ bezeichnet, so der entlassene Referendar. Zeugen berichten jedoch, er habe das Wort sogar laut buchstabiert.

Das Verwaltungsgericht lässt die Ausflüchte des 40-Jährigen nicht gelten und gibt dessen Klage auf Wiedereinstellung nicht statt. Ein eigens bestellter Gutachter hat dem Pädagogen eine volle Zurechnungsfähigkeit attestiert.

lks

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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