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Geschichtsträchtig: die Villa an der Friedensstraße 22 in Berg am Laim.

Hinter dem Ostbahnhof

Neue Zukunft für Rhenania-Villa: In historischem Bau sollen Büros entstehen

Der Technologiekonzern Rohde und Schwarz will nahe seiner Firmenzentrale hinter dem Ostbahnhof einen iCampus mit weiteren modernen Büros bauen. Dabei integriert er auch eine 100 Jahre alte Villa. Im Stadtteil hätte man dort gerne Gastronomie oder Kultur drin.

Das Gelände an der Friedensstraße 22 hat Geschichte. Um 1871 stand hier die „Steinersche Waggonfabrik“, die später ins Eigentum der „Bayerischen Handelsbank in München“ überging. Die wiederum veräußerte das Areal 1920 an die Rhenania-Speditions-GmbH. Aus dieser Zeit stammt wohl auch der neoklassizistische Walmdachbau mit Merkurrelief über dem Eingang, die sogenannte Rhenania-Villa.

Gebäude mittlerweile unter Denkmalschutz

Das ehemalige Verwaltungsgebäude steht mittlerweile unter Denkmalschutz und wurde in den vergangenen 40 Jahren unter dem Namen „Loft“ bis Ende September für kleine Musik- und Partyveranstaltungen genutzt. Inzwischen gehört das Grundstück dem Konzern Rohde und Schwarz, der dort nun einen iCampus als attraktiven Gewerbestandort entwickeln will. Dabei soll das Baudenkmal zeitgemäß saniert und geschickt ins Neubauensemble integriert werden. Zwei Realisierungswettbewerbe beschäftigten sich mittlerweile mit dem Areal. So sollen im Bereich der „Boulderwelt München-Ost“ drei Bürogebäude mit hohen Loftbüros (Entwurf von Kaan Architecten Rotterdam) entstehen, die an die industrielle Vergangenheit des Viertels erinnern. Die Fertigstellung der drei Komplexe ist für 2022 geplant.

Direkt davor entsteht Richtung Ostbahnhof das Entree des iCampus mit weiteren Büroneubauten rund um die Rhenania-Villa. Beim Siegerentwurf des Münchner Büro Henn Architekten lobte das Preisgericht ausdrücklich die sensible Einbindung des Neubaukomplexes ins bestehende Gebiet und ins Werksviertel. Für die alte Villa wünschte sich die Stadt eine öffentliche Nutzung in Form von Gastronomie oder Kultur. Nun aber erreichte den Bezirksausschuss Berg am Laim der Antrag auf Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes zur Büronutzung. „Schade“, befand BA-Chef Robert Kulzer (SPD), zeigte allerdings auch Verständnis. „Die Villa ist nicht in bestem Zustand, zudem Hochparterre, also nicht barrierefrei.“ Rohde und Schwarz wären einer öffentlichen Nutzung wohl nicht abgeneigt, „da muss nur einer kommen, der entsprechend Geld mitbringt“. Zur solventen „Partnervermittlung“ soll nun das Kulturreferat eingeschaltet werden. Den Umbauzweck Büros lehnten die Stadtteilpolitiker erst einmal vorsorglich ab.

CARMEN ICK-DIETL

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Mein Viertel Berg am Laim“.

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