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U-Bahn-Streit eskaliert an Haltestelle: Hubschrauber und Großaufgebot suchen nach 20-Jährigem

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Von: Lukas Schierlinger

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U-Bahn in München
In einer Münchner U-Bahn gerieten zwei Männer aneinander, das gipfelte später in einer brutalen Attacke (Symbolbild). © FrankHoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de

Nach einem vorherigen Zwist in der U-Bahn hat ein 20-Jähriger seinen Kontrahenten brutal angegriffen. Eine Großfahndung der Polizei war erfolgreich.

München - Am Donnerstagabend (4. November) waren ein 56-Jähriger (Deutscher Staatsbürger mit Wohnsitz in München*) und ein 20-Jähriger (Afghanischer Staatsbürger mit Wohnsitz in München) gegen 23.25 Uhr in einer U-Bahn der Linie 2 in Richtung Messestadt Ost unterwegs. „Dort kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden“, schreibt die Polizei zu einem Zwist, der später in einer versuchten Tötung gipfelte.

U-Bahn-Streit in München geht an Haltestelle weiter: 20-Jähriger schlägt plötzlich zu

Am U-Bahnhof Kreillerstraße stiegen beide aus. Am Bahnsteig wurde der Ältere von seinem Kontrahenten unvermittelt gegen den Kopf geschlagen und fiel zu Boden. „Der 20-Jährige wirkte sodann mehrfach mit stumpfer Gewalt auf den 56-Jährigen ein und entfernte sich anschließend“, heißt es im Pressebericht der Polizei. Das Opfer erlitt im Zuge des Angriffs erhebliche Verletzungen.

Ein Zeuge alarmierte den Polizeinotruf. Sofort wurden mehrere Streifen der Münchner Polizei und Einsatzkräfte des Rettungsdienstes zum U-Bahnhof geschickt.

München: Hubschrauber fahndet nach Verdächtigem - Beamte erkennen ihn auf Flucht

Nach einer Erstversorgung am Bahnsteig wurde der 56-Jährige zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Um den Tatverdächtigen zu stellen, wurden umgehend umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Über 15 Streifen sowie ein Polizeihubschrauber waren beteiligt.

Gegen 2.20 Uhr wurde der Gesuchte in einer Truderinger* Straße von Polizeibeamten erkannt und konnte festgenommen werden. „Gegen den 20-Jährigen werden derzeit Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes geführt. Über die Haftfrage wird zeitnah durch einen Ermittlungsrichter entschieden werden“, erklärt die Polizei.

Am Tatort hat die Kriminalpolizei „intensive Spurensicherungsarbeiten“ durchgeführt. Das Kommissariat 11 (Tötungsdelikte) hat die Ermittlungen übernommen. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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