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Am Wochenende durchsuchte die Polizei den Club – und fand unter anderem Ecstasy.

Ecstasy-Tabletten, MDMA und Falschgeld

Razzia bestätigt: Drogen-Handel im Club Grinsekatze

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München - In den vergangenen Wochen haben sich Hinweise verdichtet, dass eine Disco im Münchner Osten massiv gegen das Betäubungsmittelgesetz verstößt. Insbesondere durch illegalen Handel mit Amphetamin. Der Verdacht stimmte.

Die Partymeile in den Optimolwerken am Ostbahnhof ist fest im Visier von Drogenfahndern. Erst im April hat die Polizei den Club MVO bei einer Razzia gründlich unter die Lupe genommen. Am Freitag begann vor dem Landgericht der Prozess gegen Fahrradkurier Alex G. (siehe unten). Er hatte im MVO Drogen verkauft – und war auch im Club ­Grinsekatze aktiv. Dort rückte die Polizei nun in der Nacht von Freitag auf Samstag an und nahm 24 Personen fest!

Als die Drogenfahnder den Club stürmten, ist einigen Feiernden in der Grinsekatze ordentlich das Lachen vergangen. Auf der Tanzfläche und vor der Bar lag der Stoff verstreut – Beweismittel, die der ein oder andere Dealer verschwinden lassen wollte. In den vergangenen Wochen hatten sich Hinweise verdichtet, dass der Club in den Optimolwerken in der Nähe des Ostbahnhofs ein Umschlagplatz für Rauschgift aller Art sein könnte. 

Tatsächlich: Bei 24 jungen Männern und Frauen fanden die Ermittler Ecstasy, LSD-Trips, die Partydroge MDMA (Amphe­tamine) und Kokain. Auch mit Marihuana wurde in der Grinsekatze gedealt. Die Clubbetreiber hatten reagiert, Türsteher kontrollieren die Besucher verschärft. Trotzdem floriert der Handel mit dem illegalen Stoff offenbar. Denn auch der Konsum in der Grinsekatze ist laut Polizei erschreckend hoch. Die mehr als 20 Beamten fanden gegen 1.20 Uhr 143 Gäste vor. Die 24 Festgenommenen sind zwischen 19 und 29 Jahre alt – auch vier Frauen sind darunter. Bei drei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen stießen die Fahnder auf noch mehr Stoff und Drogengeld.

Update: Inzwischen hat die Polizei neue Details bekanntgegeben. 

Club-Dealer vor Gericht

Er vertickte auch in der Grinsekatze Stoff. Alex G. (28) flog im April bei der Razzia im MVO auf, steht deswegen seit Freitag vor Gericht. Dem Fahrradkurier drohen bei einer Verurteilung mindestens fünf Jahre Knast wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln! Grund: In seiner Wohnung fanden die Ermittler ein Springmesser mit einer zehn Zentimeter langen Klinge. Die Polizei geht davon aus, dass er es nicht nur „zum Pizzaschneiden“ verwendete, wie Alex G. auf der Anklagebank behauptete.

Johannes Heininger

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