Mann gibt sich als Polizeibeamter aus

Rentnerin wird Opfer eines Betrügers

München - Auf einen Betrüger, der sich als Polizeibeamter ausgab, ist eine hochbetagte Rentnerin in München reingefallen. Schmuck und Bargeld erbeute der Unbekannte bei der Seniorin.

Zusammen mit einem Komplizen führte der Betrüger die über 80-jährige Frau aus Berg am Laim am Mittwoch gegen 11 Uhr aufs Glatteis, so der Bericht der Polizei. Die Frau kehrte gerade vom Einkaufen zurück in ihre Wohnung an der Isareckstraße, als ihr ein Mann bis vor die Wohnungstür folgte. Die Rentnerin fragte ihn, ob er zu ihr oder zur Nachbarin wolle. Der Mann antwortete, dass er bereits bei der Nachbarin gewesen sei und ging schnell die Treppe hinunter. Circa fünf Minuten später klingelte es an der Tür der Frau. Vor ihr stand nun ein anderer Mann, der mit einem gelblichen Ausweis vorgab von der Polizei zu sein, heißt es im Polizeibericht.

Dei Frau ließ den vermeintlichen Polizisten in ihre Wohnung. Dieser behauptete, im Haus sein eingebrochen worden, er würde nun nach Beweisen suchen müssen. Dazu fragte er die Seniorin nach Geld und Schmuck. Die ahnungslose Frau zeigte daraufhin Bargeld und Schmuck aus dem Schlafzimmer. Der Unbekannte entnahm einige Schmuckstücke und steckte sie mit dem Hinweis ein, dass er eine Spurensicherung durchführen müsse. Mit dem Hinweis alles wieder zurück zu bringen, verließ der Täter die Wohnung, so die Polizei.

Einige Zeit später stellte die Münchnerin noch das Fehlen von Bargeld fest.

Täterbeschreibung: Täter 1: Männlich, ca. 180 cm groß, ca. 50 Jahre alt, schlanke Figur, sprach Hochdeutsch mit bayerischem Akzent, trug eine gelbe Jacke. Täter 2: Männlich, ca. 180 cm groß, ca. 50 Jahre alt, normale Statur, sprach Deutsch ohne Akzent, trug einen grauen Trainingsanzug und eine graue Mütze.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mol

   

Rubriklistenbild: © dpa

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