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Die Rampe ist in Sicht, doch Radler müssen auf den letzten 50 Metern absteigen. Kaum jemand hält sich allerdings daran. 

Schildbürgerstreich in Berg am Laim 

Was soll das denn? Zufahrt zu Radl-Tunnel für Radler gesperrt

Berg am Laim: Bezirksausschuss kritisiert Schildbürgerstreich am Innsbrucker Ring und fordert von der Stadt eine Lösung.

München - Es hat etwas von einem Schildbürgerstreich: Da baut die Stadt eine teure Fuß- und Radwegunterführung unter dem Mittleren Ring hindurch, doch auf dem Weg dorthin müssen Radfahrer ihr Rad schieben.

Knapp 1,3 Millionen Euro hat die Unterführung unter dem Innsbrucker Ring in Berg am Laim gekostet. Barrierefrei mit Rampen ausgebaut, hell und freundlich gestaltet, verbindet die Unterführung die beiden Siedlungsbereiche Berg am Laims westlich und östlich des Mittleren Rings. Damit werden die Schulen, Sportstätten, Kleingartenanlagen und öffentlichen Grünflächen auf beiden Seiten besser und sicherer erschlossen.

Doch um sich regelkonform zu verhalten, müssten Radlfahrer, die sich vom Joseph-Hörwick-Weg in Richtung Unterführung bewegen, absteigen und ihren Drahtesel die letzten 50 Meter bis zur Unterführung schieben. Das jedenfalls fordert das Verkehrszeichen, das dort unübersehbar hängt.

Die blauen Pfeile zeigen den Weg der Radler vom Joseph-Hörwick-Weg zur Unterführung. Der rote Abschnitt ist tabu.

Eine groteske Situation, an die sich im Alltag kaum jemand hält. „Die mit viel Aufwand geschaffene Radwegverbindung unter dem Ring kann damit nur eingeschränkt genutzt werden“, kritisiert CSU-Sprecher Fabian Ewald. Er fordert von der Stadt nun eine Lösung, wie die Radfahrer künftig zur Unterführung strampeln können. Dabei soll auch die Sicherheit der Schüler aus den umliegenden Schulen berücksichtigt werden.

Zudem wünscht sich der Bezirksausschuss einen Spiegel im Tunnel. Der macht nämlich an der Ostseite einen Knick, daher sind entgegenkommende Radfahrer und Fußgänger erst spät zu sehen. Das, so wurde im Bezirksausschuss bekannt, habe bereits wiederholt zu gefährlichen Begegnungen geführt. 

Carmen Ick-Dietl

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