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Ein Hörsaal der Bundeswehruniversität München (Archivfoto).

Neue Entwicklungen im Fall Franco A.

Bericht: Hinweise auf rechtes Netzwerk an Bundeswehr-Uni München

Im Fall des terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. führt eine Spur zu einem rechtsextremen Netzwerk an der Bundeswehr-Universität in München - es soll seit Jahren aktiv sein.

München - Die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe) berichtet unter Berufung auf eigene Recherchen, es gebe zahlreiche Verbindungen zwischen Studenten und Absolventen der Universität zur rechtsextremen sogenannten Identitären Verbindung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Unter Berufung auf den Verteidigungsausschuss des Bundestages heißt es weiter, derzeit überprüfe der Militärische Abschirmdienst (MAD) vier Studenten der Bundeswehr-Universität wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus.

Der Nachrichtendienst muss unter anderem ermitteln, ob die Studenten auch Kontakt hatten zum terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. oder zu seinem mutmaßlichen Komplizen Maximilian T., der an der Bundeswehr-Universität studierte. Die beiden Soldaten werden verdächtigt, einen Anschlag geplant zu haben und diesen Flüchtlingen in die Schuhe schieben zu wollen. Insgesamt überprüft der MAD derzeit 284 Rechtsextremismus-Verdachtsfälle in der Bundeswehr, darunter elf Studenten. Laut "Süddeutscher Zeitung" wollten sich weder die Hochschule noch der MAD zu den Vorwürfen äußern.

Die ursprünglich aus Frankreich stammende "Identitäre Bewegung" ist seit 2012 auch in Deutschland aktiv. Die Gruppe macht gegen eine "Masseneinwanderung" und eine "Islamisierung Europas" mobil. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte im August erklärt, dass es die Gruppierung mit etwa 300 Mitgliedern beobachte.

AFP

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