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Bluttat in Bogenhausen: 14-Jährige brutal im Schlaf erstochen - jetzt will ihr Mörder sein Urteil anfechten

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Von: Andreas Thieme

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Eine Polizistin steht mit dem Rücken zur Kamera vor einem Absperrband an einer Wohnstraße
Tatort weiträumig abgesperrt: Polizisten sind in Bogenhausen rund um das Familienhaus, in dem eine 14-Jährige erstochen wurde, präsent. © Markus Götzfried

Es war ein unfassbares Verbrechen: In Bogenhausen hat der damals 17-Jährige Joshua M. seine 14-Jährige Freundin Leila kaltblütig im Schlaf erstochen. Er wurde wegen Mordes verurteilt. Doch jetzt will er sein Urteil anfechten.

München - Er stach eiskalt zu - und wurde wegen Mordes verurteilt. Doch sein Urteil will Joshua M. (18) nicht akzeptieren. Nach dem tödlichen Stich auf seine 14 Jahre alte Freundin haben Verteidigung wie Staatsanwaltschaft nun Revision gegen das Urteil des 18-Jährigen eingelegt. Der junge Mann war vergangene Woche wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von acht Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht München I behielt sich zudem die Anordnung der Sicherungsverwahrung vor. Gegen das Urteil hätten nun beide Parteien fristgerecht Revision eingelegt, sagte ein Sprecher des Gerichts in München.

Bluttat in Bogenhausen: 14-Jährige brutal im Schlaf erstochen - jetzt will ihr Mörder sein Urteil anfechten

Im Mordprozess hatte Joshua M. gestanden, seine Freundin im Schlaf erstochen zu haben. Die Mutter der 14-Jährigen hatte das Mädchen im Oktober vergangenen Jahres tot im Bett gefunden. Nach den Feststellungen der Jugendkammer hatte der zum Tatzeitpunkt 17-jährige Angeklagte am 24. Oktober 2021 seine damalige - zum Tatzeitpunkt 14jährige - Freundin im Schlaf mit einem gezielten Messerstich ins Herz „absichtlich und kaltblütig getötet“. Das Gericht habe die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe angenommen.

München: Angeklagte hatte den Messermord an seiner Freundin „schon mehrere Tage geplant“

Der Angeklagte hatte die Tat „schon mehrere Tage zuvor geplant und zu diesem Zwecke das spätere Tatmesser angeschafft“. Zum Mordmerkmal der Heimtücke führte das Gericht aus, dass die Geschädigte am vermeintlich sichersten Ort, den man sich vorstellen könne, getötet worden sei: schlafend im eigenen Bett in ihrem Elternhaus.

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Nach dem Mord-Urteil jetzt die Revision! Die Begründungen dafür liegen noch nicht vor, doch hatte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer zusätzlich noch die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt. Die Verteidigerin hingegen wird sich vermutlich gegen die über ihrer Forderung liegende Jugendstrafe sowie die später noch mögliche Sicherungsverwahrung wenden. Der Fall geht nun an den Bundesgerichtshof in Karlsruhe; dort sei in etwa sieben bis acht Monaten mit einer Entscheidung zu rechnen, sagte der Gerichtssprecher.

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