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BMW-Tunnel in München: Umwelt-Aktivisten demonstrieren gegen Verkehrs-Projekt im Hasenbergl

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Von: Sascha Karowski, Phillip Plesch

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Umwelt-Aktivisten demonstrieren gegen den geplanten Tunnel an der Schleißheimer Straße.
Umwelt-Aktivisten demonstrieren gegen den geplanten Tunnel an der Schleißheimer Straße. © Privat/fkn

Der Streit um den BMW-Tunnel geht weiter - und zwar auf der Straße. Umwelt-Aktivisten hatten zu einer Radl-Demo eingeladen. Der Veranstalter spricht von 100 Teilnehmern.

München - Erneut gibt es Proteste gegen den Tunnel an der Schleißheimer Straße. Klima-Aktivisten hatten am Dienstag eine Radl-Demo organisiert. Sie wenden sich gegen den Straßenbau durchs Wohnviertel. Laut Veranstalter radelten trotz strömenden Regens rund 100 Teilnehmer von der U-Bahn Hasenbergl über das BMW Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) zum Stammwerk des Autoherstellers – insgesamt rund sieben Kilometer. „Der Straßenbau mitten durch die letzten Parks des Hasenbergls ist ein Riesenproblem aus sozialer, ökologischer und Klimaperspektive“, sagt Anwohner Philipp Duschinger. Es ist auch nicht das erste Mal, dass die Demonstranten auf die Straße gingen. Zudem schrieben sie einen offenen Brief. „Darauf ist bisher nicht eingegangen worden“, sagt Sprecherin Lisa Pöttinger.

BMW-Tunnel Hasenbergl: Auch im Stadtrat München ist das Verkehrs-Projekt umstritten

Auch im Stadtrat ist der Bau des Tunnels umstritten. Wie berichtet, hatte die neue Rathausregierung aus Grünen und SPD im Koalitionsvertrag das Projekt begraben, das ursprünglich unter dem FFH-Gebiet hätte verlaufen sollen. Doch auch auf Druck von BMW änderten die Genossen ihre Meinung. Mit dem Tunnel soll das FIZ an die Autobahn 99 angebunden werden. Bis 2050 werden nämlich auf dem Gelände rund 15 000 neue Arbeitsplätze entstehen.

BMW-Tunnel Hasenbergl: Grüne und SPD einigen sich darauf, dass die Genossen anders abstimmen

In einem eigens dafür organisierten Koalitionsrat einigten sich Grüne und SPD dann, dass die Genossen von der ursprünglich formulierten Ablehnung abweichen dürfen, der neue Tunnel soll unter dem Wohnviertel, nicht unter dem Naturschutzgebiet verlaufen. Der Stadtrat soll sich im Plenum am 29. Juni mit dem Thema befassen. Eine Zustimmung gilt aber als einigermaßen sicher, die SPD hat mit CSU, Freien Wählern, FDP und Bayernpartei eine Mehrheit.

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