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Umbruch: Nach der Sanierung wird es teils neue Geschäfte an der Freischützstraße geben.

Nachricht von Schließung sorgte für Wirbel

Bogenhauser Geschäftszentrum bleibt doch erhalten

München - Geschäftsleute waren empört, dass die Ladenzeile an der Freischützstraße komplett schließen sollte, Lokalpolitiker bedauerten den Verlust der Infrastruktur. Doch jetzt lenkt die Eigentümerin der Immobilie ein.  

Die Ladenzeile an der Freischützstraße bleibt bestehen. Das hat nun die Eigentümerin der Wohn- und Geschäftsanlage, die Munich Residential GmbH, erklärt. „Sämtliche Ladenflächen am Objekt werden erhalten und neu strukturiert“, so Oswald Opfergeld von der Geschäftsführung. Niemals habe man anderes in Erwägung gezogen, beteuert Opfergeld. Alle Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss würden bestehen bleiben, allerdings nach der Kernsanierung des Objekts neu strukturiert. Damit widerspricht Opfergeld deutlich einem Antrag der Bogenhauser CSU, die sich darin für den Fortbestand der Ladenzeile stark gemacht hat.

Die CSU hatte erklärt, der Investor wolle die Anlage komplett sanieren und „sämtliche Räumlichkeiten – auch die Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss“ in Wohnungen umwandeln. Deshalb drohe sämtlichen Gewerbebetrieben in dem Geschäftszentrum das Aus, so die CSU, was zu heftigen Reaktionen aller Stadtteilpolitiker geführt hatte. Eine aufgeregte Gruppe von Geschäftsleuten hatte die Vorgänge in der Sitzung des Bezirksausschusses im Dezember so bestätigt. Sie baten die Stadt um schnelle Hilfe. Ihren Betrieben und der ganzen Ladenzeile drohe das Aus, denn alle Gewerbebetriebe dort hätten eine Kündigung erhalten. Das stimmte allerdings nicht.

„Uns ist definitiv nicht gekündigt worden, und wir werden weiter in unseren Geschäftsräumen bleiben“, erklärt zum Beispiel Siegmund Scigalla vom Optikladen an der Freischützstraße 81. Auch die Stadtsparkasse hat nach eigenen Aussagen einen gültigen Mietvertrag bis 2018. Laut Optiker Scigalla gibt es noch weitere Betriebe, die definitiv bestehen bleiben.

In andere Ladeneinheiten werden aber wohl neue Geschäfte und Lokale einziehen. „Die Mieter müssen gegenseitig funktionieren“, nur dann könne ein gut laufendes Zentrum daraus werden, erklärt Geschäftsführer Moritz Opfergeld. Inzwischen habe man mit sämtlichen Mietern, die man behalten wolle, Gespräche geführt und Lösungen gefunden. Aus den Gewerbeeinheiten im ersten Stock, wo derzeit noch Praxen und Sportstudios untergebracht sind, sollen jedoch tatsächlich Wohnungen werden. Keine der Kündigungen sei willkürlich gewesen, betont Opfergeld. Sie seien auf das vertragliche Mietende zurückzuführen.

Fest steht: Die Mieten für die Geschäftsleute werden steigen. Im maroden Gebäudekomplex soll es eine neue Heizung, neue Wasserrohre und sanitäre Anlagen sowie neue Böden geben. Sind alle Flächen komplett saniert, könne es nicht bei den momentanen Quadratmeterpreisen von rund neun Euro bleiben, sagt Opfergeld. Man müsse dann mit etwa 20 Euro rechnen. „Wie im Umkreis üblich.“ 

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Carmen Ick-Dietl

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