Gemeine Masche im Münchner Osten

Langfinger in Daglfing: Falscher Polizist prellt Rentner (91)

Wie dreist! Ein falscher Polizeibeamter hat einen 91-jährigen Senioren aus dem Bezirk Bogenhausen um mehrere Zehntausend Euro gebracht. Dieser hatte das Geld in seinem Auto verstaut.

München - Der Gauner rief den Daglfinger vergangenen Montag an und gab sich als „Herr Lehmann“ von der Kriminalpolizei aus. Er informierte das Opfer darüber, dass sich im Bereich seiner Wohnadresse angeblich Einbrecher aufhielten. 

Auf Fragen des Betrügers zu Bargeld und Wertgegenständen gab der gutgläubige Mann bereitwillig Auskunft und teilte dem unbekannten Anrufer mit, dass er mehrere Zehntausend Euro Bargeld in seinem Safe hätte. Ein fataler Fehler: Der falsche Polizeibeamte forderte den Senioren daraufhin auf, das Geld in seinem Auto zu verstauen, das Fahrzeug an einem Ort in der Nähe abzustellen und den Schlüssel am Auto zu hinterlegen. Weiter wies der Kriminelle ihn an, den Wagen über Nacht stehen zu lassen. 

91-jähriger Rentner fällt auf perfiden Trick rein

Die Polizei würde das Fahrzeug dann am nächsten Tag zur Wohnanschrift zurückfahren. Der Senior, tat wie ihm geheißen: Er legte das Geld in den Kofferraum, stellte das Auto an dem vereinbarten Ort ab und legte den Autoschlüssel wie besprochen auf den Hinterreifen. Danach ging er nach Hause und legte sich schlafen. Am nächsten Vormittag ging der Daglfinger zu seinem Auto. Dort musste er feststellen, dass er Opfer eines Betrügers geworden ist: Sein Wagen stand noch an Ort und Stelle - aber das Geld war weg. Der Rentner verständigte von zu Hause aus die Polizei.

Vor wenigen Tagen brachten falsche Polizisten eine Rentnerin in Heilbronn dazu, ihren Schmuck und die Bankkarte vom Balkon herunter zu werfen.
tz/mm

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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