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Die Siemens-Büros an der Richard-Strauss-Straße stehen derzeit leer.

Vorschlag des Betriebsrats

Flüchtlinge sollen in leere Siemens-Büros einziehen

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München - Leerstehende Siemens-Büros in Bogenhausen könnten schon bald als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden. Das jedenfalls prüfen derzeit Stadt und das bayerische Sozialministerium.

Ganz Bayern sucht händeringend nach Unterkünften für Asylbewerber – und in München ist die Not besonders groß. Eine neue Idee zur Unterbringung der Flüchtlinge kommt jetzt vom Siemens-Betriebsrat. Er schlägt vor, die ehemaligen Gebäude der Süddeutschland-Vertriebsabteilung des Elektro-Riesen an der Richard-Strauss-Straße in ein Quartier für die Menschen aus Syrien oder dem Irak umzufunktionieren.

Die Stadt und das bayerische Sozialministerium prüfen bereits, ob der etwa 30 000 Quadratmeter große Komplex für die Aufnahme mehrerer hundert Neuankömmlinge geeignet ist. Kürzlich waren die letzten dort verbliebenen Siemens-Mitarbeiter an den Stadtrand nach Neuperlach umgezogen. Büroräume sowie Kantine und Sanitäranlagen stehen jetzt leer.

Siemens-Unternehmenschef Joe Kaeser lobt die Idee. Sie stehe „in der besten Tradition von Siemens als sozial engagiertem Unternehmen“.

Unterdessen entspannt sich die Lage in der Bayernkaserne, in der zeitweise 2400 Menschen untergebracht waren. Am Wochenende befanden sich dort noch 1400 Flüchtlinge. Münchens OB Dieter Reiter (SPD) hatte die Neuaufnahme von Asylbewerbern gestoppt, nachdem er bei einem Besuch in der Unterkunft Anfang Oktober unglaubliche Zustände angetroffen hatte. Die Regierung von Oberbayern muss die Zahl der Bewohner auf 1200 reduzieren.

Unterdessen steigt die Kritik an der bayerischen Asylpolitik weiter an. Die Flüchtlinge sind verpflichtet, in den immer knapper werdenden Unterkünften zu leben. Für Dienstag, 18 Uhr, haben 75 Organisationen eine Demonstration vom Odeonsplatz zum Sendlinger Tor angemeldet.

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