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Ausbaupläne: Der Wertstoffhof an der Truderinger Straße 2a in Steinhausen soll im großen Stil wachsen.

Modernster Großmengen-Standort soll kommen

Hier plant die Stadt den Super-Wertstoffhof für den Münchner Osten

München wächst - und der Osten benötigt einen größeren Wertstoffhof. Die Anlage an der Truderinger Straße soll zum modernsten Großmengen-Standort Münchens ausgebaut werden.

Der Wertstoffhof an der Truderinger Straße in Bogenhausen soll zum modernsten Großmengenwertstoffhof der Stadt umgebaut werden. Es wäre der dritte von insgesamt vier stadtweit geplanten Recyclingstandorten dieser Art. Zwei dieser Standorte mit der Bezeichnung „Wertstoffhof plus“ existieren bereits in Freimann (Lindberghstraße) und Langwied (Mühlangerstraße). Die Erfahrungen dort fließen nun in die neuen Pläne ein.

An der Truderinger Straße gibt es schon eine Entsorgungsstelle für Sperrmüll, Problem- und andere Wertstoffe aus privaten Haushalten. Allerdings stößt der Hof, der vor allem für die Stadtteile Steinhausen, Haidhausen und Berg am Laim zuständig ist, regelmäßig an seine Grenzen. Mit Blick auf die prognostizierte Stadtentwicklung im Münchner Nordosten muss er dringend erweitert und konzeptionell optimiert werden.

Gleichzeitig sucht der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) seit Jahren dringend nach einem weiteren Standort für einen „Wertstoffhof plus“ im Osten der Stadt. Denn Abfallmengen über zwei Kubikmeter werden auf normalen Wertstoffhöfen nicht angenommen. Zudem schreibt der Gesetzgeber eine Annahmestelle für größere Mengen an Elektro- und Elektronikgeräten von gewerblichen Händlern vor.

Mit dem Standort an der Truderinger Straße könnte die Stadt all diese Anforderungen abdecken. Händlern wie Bürgern würden für die Entsorgung kurze Wege angeboten, die anderen Großmengenhöfe entlastet und zudem Teile des Münchner Südens abgedeckt. Die Truderinger Straße wäre dann Anlaufstelle für alle Bürger aus den Stadtbezirken Haidhausen, Bogenhausen, Berg am Laim, Ramersdorf-Perlach und Trudering-Riem.

Deshalb soll nun aus dem kleinen Bestands-Wertstoffhof eine etwa 10 000 Quadratmeter große Anlage werden. Für die Erweiterung gibt der direkt angrenzende städtische AWM-Betriebshof Ost Flächen ab. Voraussetzung dafür ist die Auslagerung des Behälter-Managements, also des umfangreichen Reserve-Tonnen-Lagers sowie der Tonnenreinigungsanlage an den De-Gasperi-Bogen in der Messestadt Riem. Erst dann können das Gebäude an der Truderinger Straße ebenso wie der alte Wertstoffhof abgerissen werden. Der AWM will das Vorhaben möglichst schnell umsetzen. Das Baureferat soll jetzt die Vorplanung erarbeiten. Daraus lassen sich dann auch die tatsächlichen Kosten für den neuen Hof ableiten. Derzeit stehen im Vermögensplan des AWM etwa neun Millionen Euro zur Verfügung.

Von Carmen Ick-Dietl

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