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So soll es ab 2023 aussehen: Die Montage zeigt den Neubau im Vordergrund.

Sechsstöckiger Erweiterungsbau soll drei Jahre dauern

Operation am schlagenden Klinik-Herzen

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Das größte Bauprojekt der München Klinik, die Erweiterung und Modernisierung der Klinik Bogenhausen, liegt im Zeitplan. Während umfangreiche Erdbewegungen Platz für den Anbau eines „fünften Fingers“ schaffen, sind Verbesserungen im Altbau bereits fertiggestellt.

Rund 400 Millionen Euro lässt sich die Stadt das Projekt kosten. Ein sechsstöckiger Neubau, der sich im Osten an das viergliedrige Bestandsgebäude anschließt, soll Platz schaffen für einen neuen Zentral-OP und erweiterte Kapazitäten auf den Intensiv- und Beatmungsstationen. In den Operationstrakt wird ein eigenes Mitarbeiterrestaurant integriert. In Pausen kann das OP-Team damit in dem besonders sterilen OP-Trakt bleiben und spart sich das zeitaufwendige Ein- und Ausschleusen. Im Erweiterungsbau wird es auch Einbettzimmer und Stationen mit Wahlleistungsangebot geben.

Klinikbetrieb geht während Bau uneingeschränkt weiter

Seit Februar 2018 wird an der Ostseite der Klinik das Baufeld vorbereitet. Zehn Großbäume wurden mit Spezialfahrzeugen verpflanzt, 300 Betonpfähle stützen die 7000 Quadratmeter große Baugrube, deren Aushub im Juli 2019 begann. Im kommenden Jahr soll der Grundstein gelegt werden, dann wird drei Jahre lang der Neubau emporwachsen, während der Klinikbetrieb uneingeschränkt weitergeht – eine Herausforderung für die Planer. Im ersten Halbjahr 2023 soll das neue Gebäude bezogen und in Betrieb genommen werden. Danach beginnt die Modernisierung des Haupthauses.

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Zunächst aber muss die Energiezentrale der Klinik weichen, denn sie steht dem Neubau im Weg. Ihre Komponenten, darunter auch Notstromversorgung und Dampferzeugung, sollen künftig dezentral auf dem Gelände verteilt liegen. Drei neue, je 13 Tonnen schwere Kältemaschinen sind dieser Tage bereits mit einem Spezialkran auf das Klinikdach gehoben worden.

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Fertig ist ein Anbau an die Klinikapotheke neben der Tiefgarageneinfahrt im Westen. Sie enthält Herstellungsräume, in denen künftig nach neuesten Qualitäts- und Sicherheitsstandards Medikamente zur Krebsbehandlung zubereitet werden – individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt. Das, so die Klinik, spare bei hochpreisigen Medikamenten enorme Kosten. Zudem müsse man nicht mehr wie bisher Restmengen wegwerfen. Noch Ende dieses Jahres sollen Spezialisten an den Hightech-Arbeitsplätzen ihre Arbeit aufnehmen. Auch die Patienten-Cafeteria im Eingangsbereich der Klinik strahlt schon in neuem Glanz. Sie wurde umfangreich renoviert und modernisiert und bietet Patienten, Besuchern und Mitarbeitenden eine Auszeit vom Klinikalltag.

Die Klinik Bogenhausen ist eine von fünf Kliniken der München Klinik, des zweitgrößten kommunalen Klinikunternehmens in Deutschland.

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