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Das Klinikum in Bogenhausen ist in die Jahre gekommen. Nun soll es saniert und um ein neues Operations-Haus mit Intensivbetten erweitert werden.

Bis zu drei Jahre

Bogenhausen: Klinik-Neubau verzögert sich - und wird teurer

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München - Die städtischen Kliniken kommen mit der Umsetzung des Sanierungskonzepts nicht so schnell voran wie erhofft. Der Umzug mehrerer Abteilungen vom Schwabinger ins Bogenhausener Klinikum wird sich wohl um zwei bis drei Jahre verzögern, die geplanten Baumaßnahmen dürften insgesamt deutlich teurer werden.

Im Juli 2015 verabschiedete der Stadtrat das Sanierungskonzept für die finanziell angeschlagenen Städtischen Kliniken (StKM). Ein Jahr später ist der Zeitplan bei einem der zentralen Bauvorhaben bereits Makulatur. Die geplante Teil-Integration des Klinikums Schwabing in den Standort Bogenhausen, Herzstück des Konzepts, wird sich um bis zu drei Jahre verzögern. Dies, weil der Neubau auf dem Klinikgelände wohl erst 2022 in Betrieb genommen werden kann. Zunächst hatte StKM-Chef Axel Fischer 2019 angepeilt. In dem Neubau sollen Operationssäle und Intensivbetten untergebracht werden. Der derzeitige Operationsbereich im Klinikum Bogenhausen weise „starke strukturelle und baulich/technische Mängel auf“ , heißt es in einer Vorlage, die gestern der Stadtrat behandelt hat.

Ursache für die Verzögerung sind Schwierigkeiten im Dialog mit der Regierung von Oberbayern und die Komplexität der Baumaßnahme. Die Regierung von Oberbayern entscheidet über die Höhe der staatlichen Förderung und war mit dem Standort des geplanten Neubaus im Süden des Klinikgeländes nicht einverstanden. Sie forderte ein neues Konzept. Nun soll das neue OP-Haus im Osten entstehen. Die Klinikleitung räumt ein, dass die im Sanierungskonzept angegebenen Kosten in Höhe von 315 Millionen Euro für den Neubau und die anschließende Sanierung des Altbestands nicht ausreichen werden. Wie hoch die Mehrkosten sind, soll bis Ende des Jahres feststehen. Kämmerer Ernst Wolowicz will die dreijährige Verzögerung nicht hinnehmen. Er bezeichnete sie in der Vorlage als „inakzeptabel“ und fordert die Klinikleitung auf, „alle Steuerungsmöglichkeiten aufzuzeigen“, um einen möglichst frühen Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Neubaus am Klinikum Bogenhausen zu ermöglichen. Dieses Interesse hat auch Klinik-Geschäftsführer Axel Fischer. Drei Jahre Verzögerung seien zu viel, sagte er gestern im Finanzausschuss. Fischer will demnächst Gespräche mit den beteiligten Planern führen, um den Neubau zu beschleunigen. „Ich hoffe, dass man die Verzögerung auf zwei Jahre begrenzen kann.“

Bei den übrigen geplanten Projekten läuft es deutlich besser als im Falle Bogenhausens, wenn auch nicht reibungslos. So liegt der Neubau in Harlaching zwar im Zeitplan, die prognostizierten Kosten explodierten allerdings und betragen nun 255 Millionen Euro. 174 Millionen Euro waren zunächst eingeplant.

Der Klinik-Chef zeigte sich am Rande der Sitzung hocherfreut darüber, dass die bayerische Staatsregierung gestern eine Förderzusage für die weiteren großen Bauprojekte in Schwabing, Harlaching und Neuperlach im Gesamtvolumen von 169 Millionen Euro abgegeben habe: „Das ist ein historischer Tag für das StKM.“

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