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Eine Silhouette, die man kennt: Links das Hotel Westin Grand, in der Mitte das Arabella-Hochhaus, daneben das Hypo-Gebäude.

Sanierung kommt nicht in Frage

Münchner Wahrzeichen: Arabella-Hochhaus droht der Abriss

Das Arabella-Hochhaus gehört zu den optisch markantesten Gebäuden der Stadt. Nun droht dem Gebäude der Abriss. Denn die dringend nötige Sanierung dürfte unwirtschaftlich sein.

München - Die Nachricht schlug am Dienstagabend wie eine Bombe im Bezirksausschuss (BA) Bogenhausen ein. Dem Arabellahaus droht der Abriss. Er habe diesen Hinweis aus gut informierten Kreisen, erklärte Robert Brannekämper, Mitglied im BA und CSU-Landtagsabgeordneter. Zwischen dem Eigentümer, der Schörghuber-Unternehmensgruppe, und der Stadt gebe es wohl entsprechende Gespräche.

„Es gab erste Gespräche mit der Bayerischen Hausbau zum Gebäude“, bestätigte Ingo Trömer, Sprecher des Planungsreferats, unserer Zeitung auf Anfrage. Inhalt seien Sanierung und eventuell weiterführende Maßnahmen gewesen. „Wie beispielsweise auch ein Neubau.“ In dem Gebäude sind neben dem Hotelbetrieb auch zwei Privatkliniken, etwa 500 Wohnungen, rund 100 Büros und mehrere Arztpraxen untergebracht. Im Dachgeschoss des 23-Etagen-Baus befindet sich der derzeit höchstgelegene Pool samt Wellnessbereich Münchens.

Unternehmen spricht von „umfangreichen grundsätzlichen Arbeiten“

Das 1969 eingeweihte Arabellahaus habe mit seinen 48 Jahren ein Alter erreicht, in dem Sanierungs- und Reparaturarbeiten ständig mehr würden, sagt Kathrin Borrmann, Sprecherin der „Bayerischen Hausbau“, dem Bauunternehmen der Schörghuber-Gruppe. Dies sei normal und unvermeidbar. Neben den regelmäßig anstehenden Sanierungsarbeiten sieht das Unternehmen mittelfristig auch „umfangreichere, grundsätzliche Maßnahmen“ auf sich zukommen. Welche genau, darüber befinde man sich in einer ersten Abstimmung. Verschiedene Alternativen würden geprüft. „Auch die eines Neubaus“, bestätigt Borrmann. Wann ein Abriss anstehen könnte, könne die Hausbau noch nicht sagen. „Dies wird jedoch nicht vor 2026 der Fall sein.“

Für die Bogenhauser Stadtteilpolitiker stelle sich nun mehr denn je die Frage, wie es insgesamt mit dem Arabellapark weitergehen soll. Brannekämper hatte die künftige bauliche Entwicklung des Wohn- und Geschäftsviertels schon öfters thematisiert. Die Bogenhauser CSU hatte schon bei der Genehmigung zur Aufstockung des BayWa-Gebäudes und nochmals bei der Vorstellung des 16-geschossigen „Grünen Hochhauses“ an der Arabellastraße 26 ein Gesamtkonzept angemahnt. „Wir brauchen dringend den Arabellapark 2.0“, sagt Brannekämper. Mit jeder Einzel-Genehmigung schaffe man einen weiteren Präzedenzfall.

Der mögliche Abriss wirft für einige Stadtteilpolitiker eine Frage abseits der Wirtschaftlichkeit auf: die Frage, ob das Arabella-Hochhaus mit seiner ungewöhnlichen Lochfassade, die einst als „Haremsgitter“ beschimpft wurde, nicht ein Baudenkmal sein könnte. Auch dieser Diskussion müsse sich der Bezirksausschuss stellen, erklärte Brannekämper. „Wie geht man mit Baudenkmälern der 60er- und 70er-Jahre um?“ Im Vordergrund müssten aber erst mal der mögliche Abriss und eine Nachfolgenutzung des Grundstücks stehen.

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Carmen Ick-Dietl

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