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Wahnsinns-Lärm

Nacht-Baustelle der MVG: Anwohner machen kein Auge zu

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München - Die MVG saniert in Bogenhausen eine Gleis-Trasse – und zwar nachts: Die Anwohner sind wegen des Wahnsinns-Lärms stocksauer. 

Schon seit mehreren Nächten machen Tina Müller und Fabian Mohr kein Auge zu. „Wir haben die Koffer gepackt, schlafen jetzt bei meinen Eltern“, sagt Tina Müller. Grund ist die Horror-Baustelle an der Ismaninger Straße. Hier kracht’s nämlich nachts!

Hier kracht‘s nachts: Tina Müller und ihr Freund Fabian Mohr machen wegen der Baustelle kein Auge zu.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) repariert die Fahrbahn im Bereich der Tramgleise – von der Haltestelle Sternwartstraße und im Kreuzungsbereich Ismaninger-/Laplace-/Händelstraße. Da die Strecke allerdings eine viel befahrene ist, werden die Arbeiten zwischen 20 und 6 Uhr in der Früh durchgeführt. „Da liegt doch die Priorität verkehrt“, schimpft Tina Müller. Ein Sprecher der MVG teilt zwar auf tz-Anfrage mit: „Wir bemühen uns, besonders geräuschintensive Arbeiten nach Möglichkeit auf die Abendstunden zu konzentrieren.“ Doch das passiert offenbar selten. „Nachts um 12 geht der Schlagbohrer los, und dann vibriert hier der ganze Boden“, sagt Tina Müller. Und wenn sie doch ein Auge zugemacht hat, war der Schlaf nicht sonderlich erholsam. „Ich hatte morgens ständig Kopfweh, war wie gerädert“, sagt die 32-Jährige. „Ich arbeite im Außendienst, fahre viel Auto. Da ist das schon ein Problem, wenn man übermüdet ist.“

Die Ismaninger Stör-Straße: Es ist nicht das erste Mal, dass die MVG sie flicken muss. Erst im vergangenen Oktober waren Arbeiter weiter südlich zugange. Bereits nach wenigen Monaten zeigten sich erneut Risse im Asphalt! Schuld ist das Kunststoffgemisch Polyurethan. 1999 wurden die Gleise erneuert und damit ummantelt. Das sollte die Geräusche reduzieren, durch die Elastizität der Gleislage kommt es aber ständig zu Schäden.

Die MVG muss daher immer wieder flicken. Das wird auch wohl noch eine Weile so gehen. Unter dem Strich ist das günstiger als ein Austausch der Schienen, die noch einige Jahre ihren Dienst tun. Da sind locker ein paar Millionen Euro weg. Die Sanierung kostet nur 80 000 Euro. Aber den Anwohnern vor allem Nerven!

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S. Karowski

 

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Rubriklistenbild: © Kruse

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