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Verlagerung: Das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium an der Elektrastraße soll am Salzsenderweg neu entstehen.

Trotzdem noch zweites Gymnasium gefordert

Neubau für Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium

München - BA Bogenhausen zeigt sich zufrieden mit Plänen der Stadt – und fordert zugleich ein zweites Gymnasium im Bezirk.

Im Bezirksausschuss (BA) Bogenhausen herrscht „großes Wohlwollen“ über die Pläne für einen Neubau des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums (WHG) an einem neuen Standort. Auch wenn die Stadtteilpolitiker die dadurch entstehenden Einschränkungen für den geplanten Klimapark am Standort Salzsenderweg beklagen, für die Schule bringe die Lage sicher Vorteile, heißt es. Einige BA-Mitglieder betonten jedoch, dass sie die neuen Pläne der Stadt „nur wegen der Schüler und Lehrer“ mitmachen würden.

Die Stadt hatte dem BA vor kurzem mitgeteilt, dass man für das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium einen Neubau plane. Während der Generalsanierung hätte die Schule komplett in einen Containerbau ausgelagert werden müssen, was Kosten in zweistelliger Millionenhöhe verursacht hätte. So viel Geld wollte die Stadt nicht in eine Übergangslösung stecken. Die Kosten für Container sind aufgrund der Flüchtlingskrise explodiert.

Der Bezirksausschuss Bogenhausen fordert, den Neubau möglichst schnell, in maximal fünf Jahren fertigzustellen. Zudem pocht man auf das Versprechen, nach dem Umzug des WHG in den Neubau das bestehende Schulgebäude an der Elektrastraße zu sanieren und als zweites Gymnasium in Bogenhausen zu nutzen. Nach dem Plazet des Bezirksausschusses für den Standort Salzsenderweg könnten die Planungen nun zügig vorangetrieben werden, heißt es aus dem Schulreferat. Noch vor der Sommerpause soll dem Stadtrat ein entsprechender Beschlussentwurf vorgelegt werden.

Der soll dann auch die Idee für ein weiteres Bogenhauser Gymnasium enthalten. Vorteil dieses „Schulgebäudetausches“ wäre, dass bereits fertige Generalinstandsetzungspläne in der städtischen Schublade liegen. Zum anderen wären die bereits getätigten Baumaßnahmen am alten Schulbau dann nicht umsonst gewesen.

2010 gab es zunächst einen zweigeschossigen Pavillon mit vier Klassenzimmern (Kosten: rund eine Million Euro), 2012 wurde die Dreifach-Turnhalle für etwa 4,5 Millionen Euro saniert und 2013 ein Erweiterungsbau mit zehn Klassenzimmern und einem Fachlehrsaal (Kosten: 15,2 Millionen Euro) errichtet. Diese Bauten könnten sogar schon während der Sanierung für Vorläuferklassen des neuen Gymnasiums genutzt werden.

Carmen Ick-Dietl

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