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„Der Spielplatz wäre kein teurer Müttertreff“: Ulrike von Niessen, Mutter einer zweijährigen Tochter, will am Sonntag wieder für eine Anlage für Kinder im Grüntal werben.

Bogenhauser Mutter ergreift die Initiative

Neue Offensive für Spielplatz im Grüntal

Drei Jahre lang hatten sich in Bogenhausen Bürger und Stadtteilpolitiker wegen eines möglichen Kinderspielplatzes im Grüntal in den Haaren, zuletzt war das Projekt gescheitert. Jetzt wirbt eine Mutter am Sonntag mit einem Fest für Zustimmung.

München - Im Mai vergangenen Jahres dann der mehrheitliche Beschluss im Bezirksausschuss (BA): Die Wiese bleibt ohne Spielplatz. Jetzt macht eine junge Mutter das Fass wieder auf: Mit einem großen Spielfest am kommenden Sonntag von 14 bis 17 Uhr auf eben jener Wiese zwischen Grüntal und Fontanestraße will sie die Notwendigkeit eines Spielplatzes im nördlichen Herzogpark demonstrieren.

Auf der Bogenhauser Bürgerversammlung im vergangenen Herbst hatte Ulrike von Niessen sich bereits für den Spielplatzbau im Grüntal eingesetzt. Mit 77 Unterschriften versuchte sie die These, die Mehrheit der Bürger wolle den Spielplatz nicht, zu widerlegen. Nachdem in früheren Versammlungen die Spielplatz-Gegner die Mehrheit hatten, gab es diesmal Zustimmung für den Antrag. Wohl auch, weil die Gegner – in der Hauptsache Anwohner mit Hunden – nach dem Negativ-Votum im Frühjahr das Thema für ausgestanden gehalten hatten.

Zur Geschichte: Im Jahr 2013 hatte die SPD den ersten Antrag für einen Spielplatz im Grüntal gestellt. Der war vom Bezirksausschuss wegen mangelnden Bedarfs und Gefahr für das Landschaftsschutzgebiet abgelehnt worden. 30 Eltern protestierten gegen diesen Beschluss. Die Stadt erstellte daraufhin eine Grobplanung. Für 120 000 Euro könnte ein Spielplatz angelegt werden. Nach langen Streitereien im Bogenhauser BA, mehreren Ortsterminen sowie einer eigenen Sondersitzung dann die erneute Ablehnung. Durch den Bürgerversammlungsbeschluss jedoch muss sich das Stadtteilgremium nun wieder mit dem Thema befassen.

Das Spielplatzfest solle die Entscheidung positiv beeinflussen, sagt Ulrike von Niessen. Bisher hätten sich die Lokalpolitiker mit irrationalen Argumenten gegen einen Spielplatz an diesem Standort gesträubt. „Kinderfreundlichkeit ist bei diversen Lokalpolitikern in Bogenhausen nur Show.“ Sicher könnten Kinder auch wunderbar in einer Parkanlage spielen. Ein Spielplatz sei jedoch auch ein Ort der Begegnung für Kinder, so die Mutter einer zweijährigen Tochter. „Der Spielplatz wäre kein teurer Müttertreff, er wäre ein sozialer Treffpunkt für die Familien in Bogenhausen.“ Ihr Aufruf daher: „Kommt zahlreich und lasst uns zeigen, dass sehr wohl Bedarf besteht für einen Spielplatz im Grüntal.“ 

Carmen Ick-Dietl

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