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Die Haltestelle Riedenburger Straße ist für viele Bürger keine Alternative. 

Anbindung hat sich verschlechtert

Neue Tram Steinhausen: Welle von Bürger-Beschwerden

Seit Eröffnung der neuen Trambahnlinie nach Steinhausen im Dezember steht das Thema jeden Monat auf der Tagesordnung des BA Bogenhausen. „Wir werden überhäuft mit Beschwerden von Bürgern“, stöhnt Verkehrsausschuss-Sprecher Martin Tscheu (SPD).

München - Die Proteste gleichen sich: Man wünscht sich die alte Streckenführung der Buslinien 187, 190 und 191 zurück; es soll wieder eine direkte Verbindung von der Parkstadt Bogenhausen und Daglfing zum Ostbahnhof geben. „Kein Mensch muss von hier aus zum Michaelibad“, sagt ein Bürger. Seit dem Fahrplanwechsel müssten viele Kinder früher aufstehen, um rechtzeitig zur Schule zu gelangen.

„Mein Weg zur Arbeit hat sich um 30 bis 40 Minuten täglich verlängert“, schimpft eine berufstätige Mutter. „Ich habe mir zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder ein Auto gekauft.“ Der MVG-Vorschlag, zur neuen Tramhaltestelle Riedenburger Straße zu laufen, sei besonders für viele Kinder und Ältere unzumutbar. „Mindestens 700 Meter, das ist eine Viertelstunde, durch eine dunkle Grünanlage, entlang einer Riesenbaustelle.“ Die Leute stünden schimpfend an den Haltestellen. „Es ist ja schön, dass eine neue Tram gebaut wird, aber warum stellt man gleich drei Buslinien ein?“ Fahrten in die Innenstadt seien nun wesentlich umständlicher.

„Der Bezirksausschuss verurteilt die Verschlechterungen der Anbindung“, so Tscheu. Jedoch habe man keinen Einfluss darauf. Man könne nur alle Beschwerden konsequent an MVG und Stadt weiterleiten. Beim MVG-Kundenservice bedauert man die Veränderungen. Jetzt habe die Tram die Haupterschließung übernommen, die Busse seien nur Zubringer, würden stattdessen lange geforderte Querverbindungen wie beispielsweise zum Michaelibad herstellen.

Von den Bogenhauser Grünen kommt ein Vorschlag zur Verkürzung der Fahrtzeit. Würde die Tram 25 stadteinwärts vier Minuten früher abfahren, könnte man am Max-Weber-Platz direkt in die 19er-Tram wechseln und bräuchte nur 20 Minuten von Berg am Laim zum Stachus. Das würde zudem die zu Hauptverkehrszeiten überfüllten U-Bahnen 4 und 5 entlasten.

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