Freut sich über die gelungene Sanierung: Bäder-Chefin Christine Kugler inmitten der neuen Schwimmhalle im Cosimabad.

Fast zwei Jahre Umbau

Sanierung im Cosimabad: Alles für die perfekte Welle

Endspurt für die Bauarbeiten im Cosimabad. Noch vor den Sommerferien soll Münchens einziges Wellenbad wieder eröffnet werden. In knapp drei Jahren wurde das Bogenhauser Schwimmbad für rund 12,5 Millionen Euro aufwendig saniert.

München - Die Welle – künftig wird sie noch perfekter durchs Cosimabad rollen. Möglich macht das die neue Technik. Statt zwei gibt es nun vier Kammern im Becken, die Luft rein- und rauspressen und so im Halbstundentakt das Wasser in Bewegung bringen. Dadurch kann die Welle künftig nicht nur klassisch durchs Bassin wogen, sondern auch quer laufen oder seitlich wegbrechen. „Wir müssen erst noch ausprobieren, welches Wellenprofil wirklich gut funktioniert“, erläutert Reinhold Zorn, Technikleiter der Stadtwerke-Bäder.

Seit 2014 wird saniert

Seit August 2014 kümmert sich Zorn um die Sanierung des Cosimabads,was ihm so manchen Nerv gekostet hat. So war die Gebäudesubstanz teilweise stärker angegriffen, als es die Voruntersuchungen ergeben hatte. Wegen der Probleme mit Fundamenten und Trägern fielen erheblich mehr Betonarbeiten an. Zudem wurde beim Abbruch der offenen Holzkonstruktion des Schwimmhallendachs auch das angrenzende Sauna-Dach beschädigt. Eindringender Regen und Frost machten eine Sanierung der Schwitzkabinen nötig, die man ursprünglich nicht eingeplant hatte. Zu allem Übel gab es dann auch noch Ärger mit einer der Baufirmen, die mitten in der Sanierung Insolvenz anmeldete.

Letzte Arbeiten: Noch in diesem Sommer soll das bad, das seit 2014 renoviert wurde, wieder eröffnet werden. 

Größter Kinderbereich aller Münchner Bäder

Nun aber erstrahlt das Cosimabad in neuem Glanz. Die Stahlbetondecke mit großen Lichtelementen hat der Schwimmhalle die düstere Schwere genommen. Zudem bietet sie eine deutlich bessere Akustik. Außerhalb der Wellenzeiten teilt eine Hubwand das Hallenbecken in ein 25-Meter-Becken für sportliche Schwimmer auf der einen, sowie Aqua-Angebote und Nichtschwimmerbereich auf der anderen Seite. Daneben entstand der größte Kinderplanschbereich aller Münchner Hallenbäder: Auf 120 Quadratmetern dürfen sich die jungen Badegäste mit Schifferlkanal, interaktiven Wasserspritzdüsen und Bodenfontänen vergnügen. Im Außenbereich gibt es für sie ein weiteres Planschbecken und einen Spielplatz. Die Erwachsenen gelangen über einen Kanal ins 32 bis 34 Grad warme Außenbecken mit Schaukelbucht, Sprudelgrotte mit Luft- und Wasserdüsen, Sprudelliegen und Nackenduschen.

Luxus-Planschbereich: Die kleinsten Badegäste können sich künftig auf 120 Quadratmetern bei allerlei Wasserspielen austoben. 

900 Quadratmeter groß ist die Saunalandschaft mit Stollensauna, Kneipp- und Tauchbecken, finnischer Sauna, Dampfbad und Sanarium. Im Eingangsbereich wird es ein externes Massageangebot geben, zudem eine Gastronomie mit Blick auf den Schwimmbetrieb. 

Bei allen unliebsamen Überraschungen und Verzögerungen während der Bauzeit freut sich Bäderchefin Christine Kugler, dass man den Bogenhausern in Kürze wieder ein attraktives Bad vor der Haustür anbieten könne.

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Carmen Ick-Dietl

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