Polizei warnt alle

Trick funktioniert schon wieder: Münchnerin vertraut Fremdem 

Erst am Montag hatte die Polizei alle Münchner daran erinnert, misstrauisch zu sein, wenn Fremde ins Haus gelassen werden wollen. Doch wirkungslos. Es gibt einen Fall, der beweist: Noch immer fallen Münchner auf diesen einen Trick rein. 

München - Eine 87-jährige Münchner Rentnerin ist auf einen alten Trick hereingefallen. Es passierte am Mittwoch (6. Dezember), doch die Polizei berichtete erst an diesem Dienstag darüber. Gegen 11.30 Uhr ist die Frau demnach ins Erdgeschoss ihres Hauses gegangen, um dort ihre Post zu holen. Dabei sah sie einen unbekannten Mann vor der Haustür stehen. Sie öffnete ihm. Der Mann behauptete, er müsse in das oberste Stockwerk gehen, weil es im Haus einen Wasserrohrbruch gegeben hätte. 

Ungefähr zwei Minuten später kam ein zweiter Mann dazu. Dieser wurde jedoch durch einen anderen Hausbewohner hereingelassen. Da die 87-Jährige mit einem Rollator gehen muss, dauerte es eine Weile, bis sie wieder zu ihrer Wohnung kam. Dort wartete bereits der erste Mann und gab an, dass er etwas an der Badewanne testen müsse. Daraufhin ging sie mit ihm in ihr Badezimmer, wo der Unbekannte die Badewanne inspizierte. Nach etwa fünf Minuten bemerkte die 87-Jährige, dass sich noch ein zweiter Mann in der Wohnung befand. Sie sprach den ersten Mann darauf an. Daraufhin verließ dieser ohne weitere Worte zu verlieren sofort ihre Wohnung. Der zweite Mann war ebenfalls schon weg. 

Schließlich stellte die 87-Jährige fest, dass die Männer aus einer Kommodenschublade im Schlafzimmer mehrere Hundert Euro gestohlen hatten. Sie beschreibt die Täter folgendermaßen: „männlich, 1,65 Meter groß, schlank, west-/nordeuropäischer Typ, mittelblonde, lichte Haare, sprach Hochdeutsch.“ Den zweiten Täter konnte die Frau nicht beschreiben. 

Zeugen melden sich beim Polizeipräsidium München, Telefon 089/2910-0, oder bei jeder anderen Dienststelle.

Polizei warnt alle Münchner

Die Polizei München warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, „angebliche Heizungsmonteure, Stromableser oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie zum Beispiel behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken Nachfrage halten, ob die Behauptung der Wahrheit entspricht. Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.“

Lesen Sie hier unseren Bericht vom Montag (11. Dezember): Mann nutzt Hilfsbereitschaft einer Münchnerin dreist aus – Polizei warnt alle.

Unsere wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Bogenhausen - mein Viertel“.  

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