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So sieht sie aus, die „Neue Theaterfabrik“ an der Musenbergstraße.

Projekt von Münchens König des Nachtlebens

Mit Kristalllüster und Popcorn-Wagen: „Neue Theaterfabrik“ schaltet den Strom an

In Münchens Norden gibt es für Nachtschwärmer künftig eine neue Anlaufstelle. Die „Neue Theaterfabrik“ öffnet ihre Pforten. Natürlich hat auch Wolfgang Nöth seine Hände im Spiel.

München - Nur ein Grundstück weiter ist Schluss mit München. Direkt an der Grenze zu Unterföhring startet Veranstalter Wolfgang Nöth mit einem neuen Projekt. In der „Neuen Theaterfabrik“ in Johanneskirchen soll es Konzerte und Veranstaltungen geben. Am Sonntag spielt zum Auftakt der US-Songwriter Brian Fallon.

Das Gelände an der Musenbergstraße 40 ist eine ehemalige Holzhandlung. Die rechte Seite der großen Halle ist für große Feste, vor allem türkische Hochzeiten, aber auch Firmenevents reserviert. In dem 1000 Quadratmeter großen Spiegelsalon ist Platz für rund 650 Personen. Auf der linken Seite sollen künftig Konzerte mit bis zu 1200 Gästen stattfinden.

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Von „Night-Club“ und „Neckermann“

Die Ausstattung der Halle ist eine Mischung aus Moderne und Nostalgie. Neben der Bühne gibt es eine Empore, an der sich mehrere Nischen wie eine Art Schaufenster aneinanderreihen. „Night-Club“ steht in Neonschrift über einer, „Neckermann“ über einer anderen. Bestückt sind sie mit Erinnerungsstücken aus früheren Zeiten: einem uralten Popcorn-Wagen, einer Frisierkommode, einem Kühlschrank-Oldie. Passend dazu hängen Kristalllüster von der Decke, deren Licht sich in den raumhoch verglasten Spiegeltüren vervielfältigt.

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Nöth hat hier einen durchaus eigenwilligen Erlebnisraum geschaffen. Die neue Konzert- und Event-Location firmiert unter dem Namen LaMaWo. Es sind die Anfangsbuchstaben der Vornamen von Wolfgang Nöth und seinen Töchtern Laila und Magelina, mit denen er sein neues Projekt gemeinsam durchzieht.

Wolfgang Nöth ist mit seinen 74 Jahren immer noch nicht müde.

Anfänge mit der „Theaterhalle“

Mit der „Neuen Theaterfabrik“ knüpft der 74-Jährige, der das Münchner Nachtleben wie kein anderer geprägt hat, an alte Zeiten an. Seine erste große Kulturhalle, die er 1983 in Unterföhring eröffnete, hieß „Theaterhalle“. Die Konzerte von den Red Hot Chili Peppers über Blondie bis zu Rammstein sind bis heute legendär. 1992 schloss die Halle, die später abgerissen wurde.

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An der Landsberger Straße betrieb Nöth mit dem „Nachtwerk“ wieder eine Konzert- und Partyhalle, dann wechselte er auf das alte Flughafen-Gelände in Riem und lockte mit gleich zehn Partyhallen massenweise Besucher an. Ab 1996 pachtete Nöth mit Partnern das Pfanni-Gelände und machte daraus den „Kunstpark Ost“. Später verlegte er das Vergnügungsgebiet aufs benachbarte Gelände der ehemaligen Optimol-Werke, auf dem Ende 2017 nach 14 Jahren endgültig das Licht ausging. Auch hier gab es wieder eine „Theaterfabrik“. Nöth ist und war an zahlreichen weiteren Münchner Lokalitäten beteiligt, darunter das „Kesselhaus“, die Georg-Elser-Halle, die Zenith-Hallen oder dem Postpalast. 

Carmen Ick-Dietl

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