CSU-Parteitag: Starkes Ergebnis - Markus Söder als Parteichef wiedergewählt

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Zu viel Biomasse enthält der See im Bogenhauser Zamilapark, wodurch der Sauerstoffgehalt sinkt. Das liegt unter anderem daran, dass Besucher die Tiere sehr häufig füttern. Foto: fkn

Zamilapark-See stark belastet

München - Das Baureferat will das Gewässer in Bogenhausen jetzt ablassen und entschlammen

Der See im Bogenhauser Zamilapark wird nächstes Frühjahr saniert. Das ist auch dringend nötig, denn der See kippt offenbar. Kilian Mentner (CSU) vom Bezirksausschuss Bogenhausen macht die Spaziergänger und ihre „exzessive Fütterung von Vögeln, Enten, Gänsen und Fischen“ für das Algenwachstum und den Sauerstoffmangel verantwortlich.

„Durch die vermehrte Kotausscheidung der Tiere enthält der Zamilasee zu viele Nährstoffe, der See hat zuviel Biomasse und der Sauerstoffgehalt im Wasser wird kontinuierlich gesenkt.“ Deshalb soll die Stadt den See nicht nur sanieren und für eine Verbesserung der Frischwasserzufuhr sorgen, sie soll auch „Füttern verboten“-Schilder anbringen, die Bürger über den Sinn des Fütterungsverbots aufklären und Zuwiderhandlungen ahnden.

Gemäß Gemeindeordnung und Grünanlagensatzung könnte ein Verstoß bis zu 2500 Euro teuer werden. Das sollte auf den Schildern auch deutlich draufstehen, findet Mentner. Derzeit nehme das Füttern teilweise absurde Maße an. „Personen mit Futtertüten sind Stammgäste am Zamilasee.“ Manche schütten offenbar massenhaft altes Brot und Brezen ins Wasser.

Bei der Stadt ist das Problem bekannt. „Der See wird wöchentlich kontrolliert“, erklärt Baureferats-Sprecherin Dagmar Rümenapf. Dabei würden, wenn nötig, die Abflüsse gereinigt. Um die Wasserqualität jedoch wieder grundlegend zu verbessern, muss der See abgelassen und entschlammt werden. Außerdem müssen die Versickerungsbrunnen saniert werden. „Diese Maßnahmen sollen im ersten Quartal 2015 durchgeführt werden.“

Von den Verbotsschildern hält man im Baureferat allerdings wenig. „Die Erfahrung lehrt, dass Verstöße gegen das Fütterungsverbot durch das Aufstellen von Schildern leider nicht verhindert werden können“, so Rümenapf. Das Baureferat könne hier nur an die Vernunft der Menschen appellieren. Mentner hingegen fordert, das Verbot durch Kontrollen vor Ort auch zu vollziehen.

Carmen Ick-Dietl

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