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Noch wohnt hier niemand und die Jugendlichen wollten, dass das auch so bleibt: die Flüchtlingsunterkunft in Milbertshofen. 

Sie haben es gleich zweimal versucht

Brandanschlag auf Asyl-Unterkunft: Jugendliche festgenommen

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München - Jugendliche haben versucht, einen Brandanschlag auf die geplante Flüchtlingsunterkunft in Milbertshofen zu verüben. Sie waren mit Molotow-Cocktails ausgestattet.

Die Täter leben nach Angaben der Polizei in der Nähe der Unterkunft an der Neuherbergstraße 24. Diese ist noch nicht bewohnt, was aber bald der Fall sein soll. Dies wollten die Jugendlichen verhindern. Einen rechtsradikalen Hintergrund im klassischen Sinne haben die drei nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei nicht. Die Tat wiegt aber besonders schwer, weil die Jugendlichen mehrfach versucht haben, die Unterkunft in Brand zu stecken.

Bereits am Freitagnachmittag hatte das städtische Baureferat die Polizei eingeschaltet. Auf dem Grundstück am Harthof wurden zwei Molotowcocktails gefunden, mit Brandbeschleunigern gefüllte Getränkeflaschen. Während eine noch völlig intakt im Gras lag, war die anderer zwar zersplittert, hatte aber keinen Brand ausgelöst. Allerdings war wenige Meter entfernt ein bereits verbauter Heizungsschlauch auf drei Meter Länge abgebrannt. Dieser war offenbar mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angesteckt worden – die Flammen erloschen aber von selbst, bevor sie auf die Leichtbauhalle übergriffen.

In der Folge hat die Polizei am Freitag die Baustelle mit zivilen Beamten beobachtet. Einer Streife fielen dann am Abend gegen 21 Uhr drei Jugendlichen auf, die sie an dem umzäunten Areal herumdrückten. Und tatsächlich hatten die jungen Männer Benzin und Feuerzeuge bei sich. Sie wurden festgenommen.

Bei den Tätern handelt es sich um einen 16-jährigen Schüler, einen 16-Jahre alten Erwerbslosen und einen 17-jährigen Auszubildenden. Alle drei sind gebürtige Münchner, wohnen in der nahen Nachbarschaft zu der künftigen Asyl-Unterkunft und waren zuvor polizeilich unauffällig. In ihren Vernehmungen sagten die Jugendlichen aus, dass sie am Donnerstagnachmittag den Entschluss gefasst hatten, die zukünftige Flüchtlingsunterkunft in Brand zu setzen. Durch ihre Aktion wollten sie die Fertigstellung verzögern.

Es waren nicht der erste Anschlag auf die Baustelle. Bereits am 7. Dezember vergangenen Jahres hatten Unbekannte an drei Baufahrzeugen Scheiben eingeschlagen. Wenige Tage später, am 12. Dezember, wurden erneut zwei Fahrzeuge auf dem Gelände demoliert und Fenster an bereits fertigen Gebäudetrakten eingeworfen. Nachbarn hatten damals mindestens zwei Personen gesehen, die herumschrien und mit Steinen warfen. Als die Polizei eintraf, waren die Täter bereits geflüchtet. Ob die nun gefassten Jugendlichen auch an diesen Taten beteiligt waren, ist laut Polizei bislang noch nicht klar. Alle drei wurden wegen Brandstiftung angezeigt – im Laufe des Wochenendes kamen sie jedoch wieder auf freien Fuß.

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