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Bürgerbegehren für Olympiabewerbung

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Wird sich München um die Olympischen Winterspiele 2022 bewerben? © dpa

München - Auf ein Neues: München soll sich nochmals um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele bewerben. Stadtrat Mario Schmidbauer (CSU) will dazu in der kommenden Woche ein Bürgerbegehren starten. Doch die Stadt will noch warten.

Stadtrat Mario Schmidbauer (CSU) will in der kommenden Woche ein Bürgerbegehren für eine Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2022 starten. „Und zwar nicht als Stadtrat, sondern als Bürger der Stadt München“, sagte Schmidbauer, der 34.000 Unterschriften sammeln muss, um das Begehren auf den Weg zu bringen

Wie berichtet muss die Entscheidung über eine Bewerbung

Deutschlands bis 14. November 2013 fallen. Dann läuft laut Internationalem Olympischen Komitee (IOC) die Bewerbungsfrist ab. Obwohl die Zeit drängt, erklären die Stadt München und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) seit Monaten, sich erst im September 2013 mit einer Kandidatur Münchens auseinandersetzen zu wollen. „Zwischen allen Gesellschaftern der Olympiabewerbung gibt es die klare Vereinbarung, dass über eine neuerliche Bewerbung erst entschieden werden soll, wenn aufgrund der IOC-Entscheidung über die Sommerspiele 2020 sowie etwaiger Konkurrenzbewerbungen eine bessere Beurteilung der Erfolgsaussichten möglich ist und der DOSB im Namen des Deutschen Sports eine Münchner Bewerbung vorschlägt“, erklärte Oberbürgermeister Christian Ude (SPD).

Ein Bürgerbegehren zum jetzigen Zeitpunkt sei schädlich: So lange die Unterstützung durch den Deutschen Sport nicht sichergestellt sei, überwiege die Ablehnung der Münchner. SPD-Fraktionschef Alexander Reissl drückt es so aus: „Es macht keinen Sinn, die Bürger zu befragen, wenn unklar ist, ob der DOSB eine Münchner Bewerbung will.“

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Dass der DOSB in dieser Frage vor September keine Farbe bekennen will, liegt wohl daran, dass Präsident Thomas Bach sich im September um die Nachfolge von Jaques Rogge als IOC-Chef bewerben will. Dabei könnte es seinen Ambitionen abträglich sein, sich vorab für München einzusetzen.

Ein ähnliches Kalkül unterstellt CSU-Fraktionschef Josef Schmid auch dem Münchner OB: „Ude will das Thema vor den Landtagswahlen am 15. September nicht auf der Agenda haben, weil er es sich nicht mit seinem Wunsch-Koalitionspartner, den Grünen, verscherzen will. Es kann ihm im Wahlkampf nicht recht sein, wenn klar ist, dass Streit mit dem Koalitionspartner vorprogrammiert ist.“

Schmid befürchtet, die Zeit zwischen September und dem Bewerbungsschluss sei zu knapp, um eine Münchner Kandidatur vorzubereiten. Er unterstützt das Bürgerbegehren Schmidbauers: „Ich schließe nicht aus, dass wir ein Ratsbegehren beantragen, um der Bürgerbewegung unter die Arme zu greifen.“

Die Grünen bleiben bei ihrer ablehnenden Haltung gegenüber den Olympischen Winterspielen. „Aber wenn der Bürger das letzte Wort spricht, werden wir das akzeptieren“, erklärte die Fraktionsvorsitzende Gülseren Demirel.

Bettina Stuhlweissenburg

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