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Der Markt am Wiener Patz in Haidhausen bleibt Diskussionsthema im Viertel.

Ein Klo? Viele Klos?

Bürokratie-Wahnsinn um Toiletten am Wiener Platz

München - Reicht eine zentrale Toilettenanlage für die Markt-Mitarbeiter oder kriegt doch jeder Stand am Wiener Platz sein eigenes Örtchen? An der Frage scheiden sich die Geister.

Die Toilettenplanung am Wiener Platz sorgt weiter für Gesprächsstoff. Die Händler befürchten, jeder Stand mit Gastronomie brauche nach dem notwendigen Neubau eine eigene Kunden- und Personaltoilette. Die CSU-Stadträte Georg Schlagbauer und Hans Podiuk halten das für übertrieben und fordern ein zentrales Toilettenhaus. Baue man an den betroffenen Standln eine kleine Hygieneschleuse ein, könnten die Mitarbeiter problemlos über den Markt zu den Toiletten gehen.

Beim Kreisverwaltungsreferat heißt es, man sei bezüglich der Toiletten am Wiener Platz in Gesprächen mit dem Kommunalreferat und dem Architekturbüro. Man wolle eine gemeinsame Lösung im Sinne der Stadt und der Händler finden, so KVR-Sprecher Florian Schmelmer.

Gaststättenverordnung versus Ansage des KVR

Konkret geht es um die Anwendung der geltenden Vorschriften mit Blick speziell auf den Markt. Es gebe rechtliche Vorgaben, was die Klos betreffe, erklärte Schmelmer. So müsse laut der deutschen Gaststättenverordnung jede Gaststätte eine Gästetoilette vorhalten. Bei Marktständen handele es sich jedoch nur um sehr kleine Gastronomie. Man werde die Möglichkeiten prüfen. Im Kommunalreferat poche man nicht auf möglichst viele Klos, sagte Sprecher Bernd Plank unserer Zeitung. „Es ist in unserem Sinne, wenn weniger Sanitäranlagen auf dem Markt gebraucht werden – sofern dies rechtlich möglich ist“.

Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Stefinger (CSU) kritisierte, jüngst habe es noch geheißen, dass man unter Berücksichtigung einer aktuellen Vorgabe aus dem KVR von 60 Quadratmetern und damit deutlich mehr Klofläche als bislang angenommen ausgehe. In einem CSU-Antrag heißt es, das Kreisverwaltungsreferat habe gegenüber den Markthallen, dem Betreiber des Marktes, die Aussage getroffen, dass im Zuge der Sanierung jeder Gastronomiebetrieb auf dem Platz je eine eigene Unisex-Toilette sowie zusätzlich eine eigene Personaltoilette unmittelbar am Stand benötige. Aus diesem Grund hätten die Markthallen den Betroffenen mitgeteilt, die ursprüngliche Planung vom Sommer 2015, ein eigenes Toilettenhäuschen für Personal und Besucher zu bauen und die Standl ähnlich dem heutigen Aussehen zu planen, sei nicht mehr durchführbar.

Rathaus-CSU will Sachlage prüfen

Die Rathaus-CSU will das nun nochmal geprüft wissen. Ließen die Hygienebestimmungen eine vereinfachte Sanierung zu, könne man Platz an den einzelnen Ständen sparen. Stefinger hatte vorab kritisiert, den Anwohnern und Händlern seien Varianten gezeigt worden, die nicht akzeptabel sind. In der Diskussion waren zum Beispiel Varianten für drei oder vier Pavillons am Markt, in welche die neuen Stände integriert würden. So etwas würde den Charakter des Platzes zerstören, kritisiert Stefinger. Ebenso, dass der Abriss der Stände „schon beschlossene Sache gewesen“ sei, „bevor es ins Konsensverfahren ging“. Eine Bürgerbeteiligung werde nur vorgegaukelt.

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