Eine lange Menschenschlange bildet sich vor einer Corona-Teststation
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Warten an der Teststation: Wie hier im Innenhof der Residenz ist die Nachfrage groß.

Jetzt wieder gratis

„Es ist der Wahnsinn“: Corona-Teststellen komplett überlaufen - Wichtige Tipps für Münchner

  • Claudia Schuri
    VonClaudia Schuri
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Die Münchner lassen sich wieder vermehrt auf eine Corona-Infektion testen. Denn ein entsprechender Nachweis wird auch für Geimpfte immer häufiger benötigt. Das bringt Schwierigkeiten mit sich.

München - Der Ansturm ist riesig: „Es ist der Wahnsinn, wie viele Leute sich wieder testen wollen“, sagt Hans-Georg Stocker, der nicht nur Backstage-Chef ist, sondern auch das Corona*-Testzentrum München* West betreibt. Nachdem die Gratis-Tests abgeschafft wurden, sei die Nachfrage stark gesunken. Jetzt aber schießt sie wieder in die Höhe.

Wer ohne Termin in das Testzentrum kommt, müsse oft warten, berichtet Stocker: „Es gibt teilweise lange Schlangen.“ Kommende Woche plant er, das Angebot zu erweitern. „Sofort geht das nicht“, sagt er. „Man braucht ja auch das Personal.“

Corona-Lage in München: Für Tests „24 Stunden im Vorfeld anmelden“

Darauf weist ebenfalls Johanniter-Sprecher Gerhard Bieber hin. „Wir versuchen nachzuarbeiten“, sagt er. „Aber es gibt auch eine Kapazitätsgrenze.“ Wer dringend zu einer bestimmten Zeit einen Test benötigt, der solle bei den Johanniter-Teststellen rechtzeitig einen Termin buchen. „Sich 24 Stunden im Vorfeld anzumelden ist immer eine gute Idee“, erklärt er. „Es hilft auch, die ausgefüllten Dokumente schon mitzubringen.“

Auch bei den Teststellen des Sonnen-Gesundheitszentrums - zum Beispiel am Deutschen Museum und dem Verkehrszentrum des Deutschen Museums - wird geraten, vorab einen Online-Termin zu vereinbaren. Dort gibt es nur PCR-Tests - davon werden ebenfalls mehr benötigt. „Es gibt viel mehr Kontaktpersonen und es müssen auch mehr positive Schnelltests abgeklärt werden“, erklärt Michael Scheef. Doch immerhin: „Noch ist bei uns noch Luft nach oben.“ Vor Weihnachten rechnet er mit einem weiteren Anstieg. „Viele wollen auf Nummer sicher gehen.“

Tests als Zugangsbeschränkung auch für Geimpfte „eine große Belastung“

Ein Grund für die gestiegene Nachfrage nach Tests ist außerdem, dass auch Geimpfte für viele Aktivitäten einen Schnelltest benötigen. Dazu zählt zum Beispiel auch der Fitnessstudio-Besuch. „Für die Branche ist das schwierig“, beklagt Martine Praktiek, General Managerin der Body Up-Studios in Giesing* und am Ostbahnhof. „Die Zugangsbeschränkung sind für die Mitglieder und Mitarbeiter eine große Belastung“, berichtet sie. „Die Hürde, ins Studio zu kommen, ist sehr hoch.“ Die Folge sei auch, dass Sportler die Verträge kündigen. (cla) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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