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Corona-Regeln: Ausgangssperre fällt für viele Bayern - München-Trend bleibt eindeutig

  • Lukas Schierlinger
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  • Lucas Sauter-Orengo
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CSU-Chef Söder verkündete weitreichende Corona-Lockerungen für Bayern. Zwei Gruppen profitieren schon am Donnerstag.

  • In München liegt die 7-Tage-Inzidenz am zweiten Tag in Folge unter 100. (Siehe Update vom 6. Mai, 6.28 Uhr)
  • Die Polizei in Bayern fordert klare Vorgaben zur Kontrolle von Geimpften und Genesen (Siehe Update vom 6. Mai, 12.18 Uhr)
  • Dieser News-Ticker ist beendet.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen rund um die Corona-Krise in München und Bayern können Sie hier in unserem neuen Corona-Ticker immer aktuell nachlesen. +++

Update vom 6. Mai, 12.18 Uhr: Die Polizei in Bayern hat in der Corona-Pandemie klare Vorgaben für den Nachweis für Geimpfte und Genesene gefordert. Im Zusammenhang mit Kontrollen von Geimpften und Genesenen brauche die Polizei dringend eine eindeutige Regelungslage, teilte der Vorsitzende des Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Jürgen Köhnlein, am Donnerstag in München mit.

Corona: Ausganssperre in Bayern - Polizei fordert klare Vorgaben

Köhnlein warnte vor einer „Zettelwirtschaft“ mit „Impfheftchen“ und Gesundheitsnachweisen sowie massenhaften Urkundenfälschungen. Es sei unklar, wie die Polizei ihr vorgelegte Dokumente auf ihre Richtigkeit überprüfen könne. Die Gewerkschaft forderte deshalb, unverzüglich zu klären, ob es etwa digitale Lösungen für den Nachweis von Geimpften und Genesenen geben werde und ob ein Datenaustausch zwischen Polizei und Gesundheitsbehörden möglich sei.

Update vom 6. Mai, 7.08 Uhr: Ab dem heutigen Donnerstag haben vollständig gegen das Coronavirus geimpfte beziehungsweise vollständig davon Genesene wieder mehr Freiheiten in Bayern. Die geplanten Erleichterungen, die auch in der bayerischen Corona-Verordnung verankert wurden, betreffen gleich mehrere Bereiche. Dabei gilt, dass genesene Personen ihre Infektion mittels PCR-Test aus der ansteckenden Zeit nachweisen müssen. Dieser muss mindestens 28 Tage alt sein, zudem dürfen keine Symptome mehr vorliegen. Vollständig geimpfte Personen können ihren Impfschutz ab 14 Tagen nach der 2. Impfung geltend machen. Nachweisen können sie ihn, mangels digitalem Impfpass, derzeit ausschließlich mit ihrem gelben Impfpass auf Papier.

Ab dem heutigen Donnerstag haben vollständig geimpfte und vollständig Genesene wieder mehr Freiheiten in Bayern.

Corona in München: Das ändert sich für Geimpfte und Genesene

Vollständig Geimpfte und Genesene werden von der Testpflicht befreit, die etwa für den Einzelhandel oder einen Museumsbesuch gültig ist. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz dort, wo die betroffenen Personen wohnen über dem Grenzwert von 100, fällt zudem die nächtliche Ausgangssperre weg, das heißt, Geimpfte und Genesene Personen können sich zu jeder Uhrzeit und ohne triftigen Grund außerhalb ihrer Wohnung aufhalten.

Testpflicht, Ausgang, Quarantäne: Große Lockerungen für Geimpfte und Genesene

Bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte zählen vollständig Geimpfte sowie Genesene künftig nicht mehr mit. Somit
sind für sie auch unabhängig von der regionalen Sieben-Tage-Inzidenz wieder Treffen mit mehr Menschen möglich. Erleichterung sieht die geänderte Verordnung auch bei der häuslichen Quarantäne nach dem Kontakt mit nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten vor. Diese fällt für Geimpfte und Genesene ebenfalls weg.

Corona in München: Inzident in weiten Teilen weiter im Sinkflug

Derweil liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der bayerischen Landeshauptstadt am Donnerstag bei 98,3 und somit den zweiten Tag in Folge unter dem Notbremsen-Grenzwert von 100. In den vergangenen 24 Stunden wurden 374 neue Corona-Infektionen gemeldet, acht Personen starben in Folge einer Covid-19-Erkrankung. Insgesamt ist die Entwicklung im Freistaat positiv. Auch in der Gesamtheit betrachtet sank die Inzidenz heute erneut, von 131,1 auf 123,8. Damit liegt der Freistaat im guten Mittelfeld deutschlandweit.

Update von 6. Mai, 06.28 Uhr: In Deutschland sind laut dem RKI gestern 21.953 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Zudem 250 weitere Todesfälle gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank von 132,8 auf 129,1. Vergangenen Donnerstag meldete das RKI noch rund 24.700 Neuansteckungen, über 2700 mehr als diesen Donnerstag.

In München liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 98,3 am zweiten Tag in Folge unter 100. Damit sind weitere Lockerungen in Sicht.

Bayerns neuer Corona-Fahrplan: Söder-Lockerungen lösen „Hektik“ aus - und lassen zahlreiche Fragen offen

Update von 5. Mai, 17.22 Uhr: Die Ankündigung der Staatsregierung, Pfingsturlaub in Bayern zu ermöglichen, hat bei vielen
Tourismusbetrieben große Erleichterung, aber auch Verwirrung ausgelöst. „Selbstverständlich überwiegt die Freude, dass es wieder losgeht“, sagte der bayerische Dehoga-Landesgeschäftsführer, Thomas Geppert am Mittwoch. Angesichts noch unklarer Richtlinien für Betriebe verstehe man aber, „dass ein bisschen Unsicherheit da ist“.

Nach der Ankündigung der Staatsregierung herrsche nun „große Hektik“. Das sagte der Tourmisdirektor der Stadt Füssen, Stefan Fredlmeier. Die Telefone liefen „warm bis heiß“, allerdings nicht überwiegend mit Buchungswünschen, sondern mit Fragen wie: Wann kann man mit einer Öffnung rechnen? Welche Vorgaben müssen Gäste einhalten? Was passiert, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz während des Urlaubs über 100 steigt?

Auch der Sprecher des Tourismusverbands Franken, Jörg Hentschel, betonte, viele Fragen seien noch offen. Er wünsche sich deshalb baldige Klarheit über die konkreten Regeln für Urlaub in Bayern: „Je früher das kommuniziert wird, desto besser.“

Corona-Lockdown in Bayern: Zwei Gruppen profitieren von „Meilenstein“

Update vom 5. Mai, 13.15 Uhr: Bei seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag spricht Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) von einem „Meilenstein“. Er bezieht sich darauf, dass der Freistaat morgen vollständig Geimpften und Genesenen diverse Grundrechte zurückgibt. Für genannte Gruppen entfällt etwa die nächtliche Ausgangssperre und Quarantänepflicht.

Klaus Holetschek (CSU), Bayerns Gesundheitsminister, spricht während einer Pressekonferenz.

Der CSU-Minister blickt durchaus zuversichtlich in die von der Pandemie geprägte Zukunft, „wir bekommen immer mehr Impfstoff“. Das Thema wird Bayern allerdings auch in den kommenden Jahren beschäftigten, sagt Holetschek: „Wir werden es immer wieder mit Mutationen zu tun bekommen, die Auffrischungen erfordern werden.“

Update vom 5. Mai, 9.21 Uhr: Nach der Ankündigung der Staatsregierung, Pfingsturlaub in Bayern zu ermöglichen, sind die Anfragen bei vielen Tourismusbetrieben am Dienstag gestiegen. So wurden nach Angaben der Allgäu GmbH in beliebten Ferienorten wie Füssen und Oberstdorf „deutlich mehr Anrufe und Anfragen registriert“. Auch der Tourismusverband Ostbayern berichtete von gestiegenem Interesse.

Nach der Ankündigung der Staatsregierung, Pfingsturlaub in Bayern zu ermöglichen, sind die Anfragen bei vielen Tourismusbetrieben am gestiegen.

Gerade bei Ferienwohnungen kann die Suche nach freien Betten im Freistaat aber schwierig werden. „Die sind in der Regel schon ausgebucht“, sagte der Präsident des Verbands der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern, Daniel Rousta. „Oft wurde da schon im vergangenen Jahr fürs Folgejahr reserviert, nur bisher hat man immer stornieren müssen.“ Dementsprechend groß sei jetzt die Freude über die Öffnungsperspektive: „Das ist einfach großartig.“

Corona-Lockdown: München-Inzidenz wieder unter „magischer“ Grenze

Update vom 5. Mai, 6.49 Uhr: Gute Nachrichten aus München: Die Inzidenz ist unter 100 gefallen. Damit sind weitere Lockerungen in Sicht.

Was meint Markus Söder wirklich, wenn er in abstrakten Bildern über die Corona-Pandemie philosophiert? Nach der Analyse beliebter Floskeln präsentiert tz.de-Kolumnist Flaucherfranzl neun gewagte Lockdown-Interpretationen.

Update vom 4. Mai, 18.57 Uhr: Vor einigen Stunden verkündete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder einige Corona-Lockerungen für den Freistaat (siehe vorherige Updates). Nun hat die Münchner Caritas von der bayerischen Staatsregierung verlangt, die Corona-Vorschriften auch für Altenheime zu lockern. „Wir fordern die Staatsregierung erneut auf, die restriktiven Vorgaben auch für die Alten- und Pflegeheime aufzuheben und den Menschen dort ihre Freiheitsrechte wieder uneingeschränkt zurückzugeben“, sagte Gabriele Stark-Angermeier vom Diözesan-Caritasvorstand am Dienstag. „Warum sollen sich zweifach geimpfte Besucher oder Mitarbeitende noch testen lassen oder eine FFP2-Maske aufsetzen, wenn sie auf zweifach geimpfte Bewohner treffen?“

Das bayerische Kabinett hatte zuvor entschieden, dass vollständig Geimpfte und Genesene ab diesen Donnerstag von vielen Corona-Beschränkungen befreit werden. In den Pflegeheimen in Bayern sollen die bisherigen Einschränkungen für die Senioren aber weiter gelten.

Update vom 4. Mai, 15.25 Uhr: Die geplanten Lockerungen der Corona-Regeln in Bayern sorgen in der Wirtschaft für verhaltene Zuversicht. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht“, sagte der Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Dienstag. Zwar werde es schwierig, alleine mit Außengastronomie ein wirtschaftliches Arbeiten hinzubekommen, „aber es ist eine Perspektive - auch für die Mitarbeiter“.

Update vom 4. Mai, 14.47 Uhr: Ein Mann aus München hat festgestellt: In Bayern ist es möglich, sich mehrmals für eine Corona-Impfung anzumelden. Das Ministerium verweist im Zuge einer Anfrage von tz.de auf den Datenschutz.

Söder spricht über Bayern-Lockdown: Geplante Lockerungen in der Übersicht

Update vom 4. Mai, 13.02 Uhr: Die wichtigsten Kabinettsbeschlüsse noch einmal in der Übersicht: Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen.

Bayern wird bereits von diesem Donnerstag an vollständig gegen Covid-19 geimpfte Menschen mit negativ Getesteten gleichstellen und ihnen weitere Lockerungen zuerkennen. Unter anderem sollen Menschen mit vollständiger Corona-Impfung - also in der Regel zwei verabreichten Impfdosen - von der Testpflicht und von den Ausgangsbeschränkungen befreit werden. Bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte werden sie nicht mitgezählt. 

In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen ab kommenden Montag (10. Mai) die Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen. Die Außengastronomie muss dann um 22.00 Uhr schließen. Es gelten dabei bereits bekannte Auflagen wie Hygienekonzepte, Masken- und Testpflicht sowie die Notwendigkeit einer Terminbuchung. Bei einer stabilen und sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz könnten die Landkreise und kreisfreien Städte einen entsprechenden Antrag beim Gesundheitsministerium stellen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat weitreichende Corona-Lockerungen für Bayern abgesegnet.

Update vom 4. Mai, 12.55 Uhr: Nun ist Gesundheitsminister Holetschek an der Reihe. Er begrüßt die Rückgabe der Grundrechte für Geimpfte und Genesene. „Für das Verschieben von Zweitimpfungen habe ich relativ wenig Verständnis. Dafür ist das Thema zu wichtig“, stellt der CSU-Mann klar. Kurz darauf ist das Pressestatement beendet. Die Minister stellen sich nun den Fragen der anwesenden Journalisten.

Update vom 4. Mai, 12.48 Uhr: „Endlich geht‘s in die richtige Richtung“, ist auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zufrieden - und hebt sogleich die Pläne für die Außengastronomie hervor. Er bittet die Kommunen in diesem Zusammenhang um „unbürokratische Lösungen“. Aiwanger hofft darauf, „dass die Inzidenzen bis zu den Pfingstferien weiter massiv sinken“.

Update vom 4. Mai, 12.46 Uhr: Mit dem Impffortschritt in Bayern zeigt sich der Ministerpräsident zufrieden. Ein Thema werde nun noch das Impfen an sozialen Brennpunkten, aber „wir kommen schon voran“.

Zudem will Bayern 100 Beatmungsgeräte an seine Partnerregion in Indien, wo die Corona-Lage derzeit äußerst angespannt ist, liefern. Söder bewertet die genannten Öffnungen als „Erleichterungen mit gutem Gewissen“.

Corona-Lockdown: So sollen Bayern-Öffnungen für Gastro und Hotels aussehen

Update vom 4. Mai, 12.40 Uhr: Wie geht Bayern mit anderen Öffnungen um? Söder: „Wir entwickeln uns. Die Notbremse von 100 bleibt die Grenze. Bei einer stabilen, sinkenden Inzidenz können Städte und Kreise einen Antrag für Öffnungen in der Außengastronomie (bis 22 Uhr) mit Test und Termin stellen. Kunst und Kultur sollen mit Abstand und Hygienekonzepten ermöglicht werden.“

In den Pfingstferien soll es auch für touristische Betriebe (Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze) eine Perspektive geben. „Unter einer 100er-Inzidenz wollen wir Ferien ermöglichen. Ab 21. Mai soll die Möglichkeit zu Öffnungen bestehen“, blickt Söder voraus. Ein entsprechendes Konzept werde gerade noch erarbeitet.

Update vom 4. Mai, 12.34 Uhr: Für die nächsten vier Wochen soll eine neue Infektionsschutzverordnung gelten (bis zum Ende der Pfingstferien). Zunächst bleiben die an die Öffnungsschritte geknüpften Werte jedoch streng. „Ab 6. Mai soll es für zweimal Geimpfte und Genese keine Testpflicht mehr geben, keine Ausgangssperre und keine Anrechnung bei Kontaktbeschränkungen.“ Der Grundrechtsschutz müsse für genannte Gruppen überwiegen, sagt Söder.

Die Ausgangssperre bei einer Inzidenz über 100 bleibt für die nächsten vier Wochen - und zwar ohne Ausnahmen. Ab dem 7. Juni könne man die Erleichterungen des Bundes mit aufnehmen.

Söder zum Thema Schule: „Das hat eine besondere Sensibilität. Wir sind vorsichtiger als andere Länder. Bei weiterführenden Schulen (siehe ausführliches Update von 12.16 Uhr) bleibt es bei der bisherigen Regelung“ - im Gegensatz zur Entscheidung für Grundschulen. Nach den Pfingstferien hoffe man, dass der überwiegende Teil „automatisch in den Wechselunterricht zurückkehren“ könne.

Corona-Lockdown: Söder spricht live über Bayern-Lockerungen

Update vom 4. Mai, 12.30 Uhr: Die Minister sind da, es kann losgehen. Söder beginnt. „Es gibt erhellende Nachrichten, die Tendenz ist fallend. Auch die Mortalität geht runter“, sagt der CSU-Chef, der zunächst die aktuellen Infektionszahlen referiert.

Regional gebe es im Freistaat noch große Unterschiede, mahnt Söder. „Unterm Strich strukturiert sich die dritte Welle jetzt positiver als vor einigen Wochen. Übermut ist weiterhin jedoch fehl am Platz.“ Weiterhin wolle man Schritt für Schritt agieren, aber mit „kontrollierten Öffnungen“.

Update vom 4. Mai, 12.16 Uhr: In wenigen Minuten beginnt die mit Spannung erwartete Pressekonferenz in München. Beim Thema Schule hat es im Zuge der Kabinettssitzung offenbar einen überraschenden Kurswechsel gegeben. An den weiterführenden Schulen in Bayern soll es bis zu den Pfingstferien beim bisherigen strikteren Grenzwert für Distanzunterricht bleiben. Grundschulen dürfen ab nächsten Montag bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 Wechselunterricht in allen Klassen anbieten. An weiterführenden Schulen soll es dagegen zunächst beim bisherigen Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bleiben, wie die dpa vorab erfuhr.

Update vom 4. Mai, 11.17 Uhr: Kurzfristige Planänderung im Landtag am morgigen Mittwoch: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will in einer Regierungserklärung die neuesten Corona-Beschlüsse des Kabinetts erläutern, anschließend soll darüber abgestimmt werden. Das erklärte das Landtagsamt am Dienstag auf Anfrage. Dafür muss Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) weichen: Ihre eigentlich geplante Regierungserklärung zur Agrarpolitik wird verschoben.

Auch bei der heutigen Pressekonferenz um 12.30 Uhr ist Holetschek dabei. Zunächst dürfte in München aber Ministerpräsident Söder das Wort ergreifen. Zentrales Thema werden die angekündigten Lockerungen unter anderem für Hotels und Gastronomie sein.

Corona in Bayern: Söder-PK in München erwartet - hier im Ticker und Stream

Update vom 4. Mai, 7.54 Uhr: Er trat gestern zweimal vor die Presse, und spricht heute ein weiteres Mal. CSU-Chef Söder informiert ab 12.30 Uhr gemeinsam mit Wirtschaftsminister Aiwanger und Gesundheitsminister Holetschek über die aktuelle Corona-Lage im Freistaat. Einiges wurde bereits am gestrigen Montag, 3. Mai, verkündet (siehe Meldung vom 3. Mai, 13.16 Uhr). Spannend dürfte trotzdem bleiben, ob noch weitere Initiativen des Koalitionspartners (Freie Wähler) dazukommen. Wir berichten live hier im Stream und Ticker, sobald es in München losgeht.

CSU-Chef Söder verkündete weitreichende Corona-Lockerungen. Die Tendenz sei „positiv“. Die 7-Tage-Inzidenz in München sinkt deutlich.

Corona: RKI mit Hammer-Meldung für München - bald Öffnungen für Gastro und Theater?

Update vom 4. Mai, 6.57 Uhr: Die bundesweit sinkende 7-Tage-Inzidenz macht sich auch in München bemerkbar. Laut den Zahlen des RKI-Dashboards vom Dienstagmorgen liegt die Inzidenz für die bayerische Landeshauptstadt derzeit bei 112,4. Am Montag (3. Mai) hat das RKI noch einen Wert von 126,4 gemeldet. Für Landkreise mit einem Inzidenzwert unter 100 verkündete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gestern weitreichende Öffnungsschritte ab der kommenden Woche.

Corona in Bayern: Söder verkündet Öffnungsschritte - doch Wirte haben großen Kritikpunkt

Update vom 3. Mai, 22.59 Uhr: Im Fall einer baldigen Öffnung der Außengastronomie hat der Verein zum Erhalt der bayerischen
Wirtshauskultur (VEBWK) gefordert, dort auf die Pflicht für Negativ-Coronatests zu verzichten. Dies sei vor allem in ländlichen Gebieten problematisch, so VEBWK-Geschäftsführerin Ursula Zimmermann. Auf dem Land sind die Testmöglichkeiten oft begrenzt. Apotheken bieten Testungen oft nur stundenweise an, das nächste Testzentrum ist meist in der nächsten Stadt gelegen - und auch dort nicht immer jeden Tag geöffnet.

Der VEBWK fordert deshalb: „Wer verpflichtende Tests verlangt, muss dafür auch die Kapazitäten schaffen. Die Wirte werden schon aus organisatorischen Gründen sicherlich keine kostenintensiven Tests anbieten.“ Zudem würden Selbsttests oftmals gar nicht akzeptiert, kritisiert die Geschäftsführerin. In Österreich würden zwar auch überall negative Tests verlangt - dort stünden aber auch im ländlichen Raum jederzeit und überall ausreichend Test zur Verfügung.

Dennoch zeigte sich Zimmermann auch erleichtert angesichts der endlich verkündeten Öffnungsperspektive durch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag. Nach monatelanger Zwangsschließung sei dies „endlich ein positives Zeichen.“

Update vom 3. Mai, 16.30 Uhr: Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands (DL), Heinz-Peter Meidinger, sieht eine vorzeitige vollständige Öffnung von Schulen kritisch. Die Folgerung durch Testen eine Schul-Notbremse vermeiden zu können, wie es nach eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München geheißen hatte, werte der DL als „fragwürdig“, so Medinger im Interview mit watson. Mit diesem Argument könne man die Notbremse in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen aushebeln und überall die Öffnung von Einrichtungen an Tests koppeln, so Meidinger.

Corona in Bayern: Deutscher Lehrerverband sieht LMU-Studie skeptisch

Meidinger weiter: „Für uns zeigt die LMU-Studie, wonach durch Testungen an Schulen deutlich mehr Infizierte als bei Schülern, die zu Hause lernen, entdeckt werden, dass es eine hohe Dunkelziffer von meist asymptomatisch erkrankten Kindern und Jugendlichen gibt. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass diese Altersgruppe derzeit von der Pandemie am meisten betroffen ist und deshalb gerade im Schulbereich höchste Vorsicht angesagt ist.“ Der Dl unterstütze somit weiterhin die Durchführung einer Notbremse auch an den Schulen und halte sie für richtig.

Schul-Notbremse in Bayern: Piazolo verkündet erhöhte Impfpriorisierung für Lehrer im Präsenzunterricht

Derweil gab Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag in München bekannt, dass man ab sofort auch „Lehrerinnen und Lehrern in Bayern, die im Präsenzunterricht im Einsatz für die Bildung sind“ ein Impfangebot zur Corona-Impfung machen könne. Bislang hatten nur die Lehrerinnen und Lehrer an den Grund- und Förderschulen die Möglichkeit einer bevorzugten Impfung.

Das Angebot richte sich explizit primär an die Lehrkräfte, die regelmäßig in Präsenz unterrichteten, in der Notbetreuung tätig seien oder bei den Abschlussprüfungen beispielsweise als Aufsicht in der Schule eingesetzt würden, teilte das Kultusministerium mit. Die
Schulleitungen würden den betreffenden Lehrern eine entsprechende Bestätigung zum Nachweis der vorrangigen Impfberechtigung für das Impfzentrum ausstellen.

Update vom 3. Mai, 14.33 Uhr: Das Oktoberfest 2021 ist abgesagt. Um 15.15 Uhr wollen das CSU-Chef Söder und Münchens OB Reiter in einer Pressekonferenz verkünden. In unserem PK-Ticker können Sie alle Entwicklungen immer aktuell verfolgen, die Statements übertragen wir live in einem Stream und begleiten sie für Sie im Ticker.

Corona in Bayern: Söder verkündet Lockerungen - Übersicht der neuen Regeln

Update vom 3. Mai, 13.16 Uhr: CSU-Chef Söder verkündete in München einige Lockerungen. Hier die neuen Regeln in einer Übersicht:

  • In Städten und Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 ist ab kommenden Montag wieder mehr möglich. Konkret geht es um die Öffnung der Außengastronomie, von Theatern und Kinos. All das ist dann verbunden mit Testpflicht und Termin.
  • Für die Pfingstferien (Ab dem 25. Mai) soll es eine Perspektive geben. Geplant ist die Öffnung von Hotels und Ferienwohnungen - mit Test und Hygienekonzept.
  • Grundschulen sollen ab kommenden Montag alle Klassenstufen im Wechselunterricht öffnen. Distanzunterricht soll erst bei einer Inzidenz von 165 stattfinden - wie in der bundeseinheitlichen Notbremse vereinbart. Bisher war diese in Bayern bereits bei einer Inzidenz von 100 vereinbart.

Corona: Söder verkündet Lockerungen - für Gastro, Kunst, Hotellerie und Sport

Update vom 3. Mai, 12.59 Uhr: Nun geht es um die weitere Planung bis Pfingsten. „Wer in der 7-Tage-Inzidenz unter 100 ist, der soll Öffnungen erhalten. Das ist der Bereich der Außengastronomie - mit Test und Terminen. Dasselbe gilt für Theater und Kino, auch im Sport soll es mehr Möglichkeiten geben. All das soll kommende Woche gelten“, so Söder. Je besser die Lage sich entwickle, desto mehr werde man in Zukunft zulassen. Auch für Pfingsten werde man schauen, dass Hotellerie- und Urlaubs-Perspektiven wieder möglich seien.

Nun geht es um Schulen, die weiter der „sensibelste Bereich“ seien. Ab kommender Woche gelte dennoch: Für Grundschulen werde man die Inzidenz von 165 anwenden. Bis dahin gelte Wechselunterricht mit Test und Maske, über dieser Marke werde Distanzunterricht angeboten.

Als letzten Punkt spricht der CSU-Chef über das Impfen. Man werde voranbringen, die „siebte Spritze“ aus einer Vakzin-Dose zu verwenden. Denn „jede Dosis ist ein Stück Freiheit“, so Söder. Auch neu: Der Zeitabschnitt zwischen erster und zweiter Impfung werde verkürzt - Hintergrund sind die neuen Freiheiten für vollständig Geimpfte. Hier müsse man in Zukunft rascher handeln. Zusammenfassend: „Es war ein sehr guter Vorstand“, so Söder. Damit ist das Statement des Ministerpräsidenten beendet.

Update vom 3. Mai, 12.54 Uhr: „Wir haben die Situation, dass die Tendenz weiter nach unten geht. Die Inzidenz sinkt“, so Söder. Dies sei eine positive Entwicklung. „Es bleibt bei einer langen Zielgeraden, dennoch kann man sagen, dass die dritte Welle in einer stabilen Struktur ist. Wir müssen dies jedoch fortsetzen. Der oberste Maßstab bleibt: Vorsicht“, so Söder. Diese aufzugeben, wäre nicht nur inhaltlich falsch, sondern auch juristisch nicht möglich. Die Grundregeln würden deshalb bleiben, dennoch werde man einiges auf den Weg bringen.

Corona-Lockdown: Söder plant offenbar weitreichende Öffnungsschritte - PK aus München JETZT live

Zweimal Geimpfte und Genesene werden gleichgestellt. „Grundrechte sind kein Luxus-Gut, sie sind der Normalzustand“, erklärt Söder die neue Maßnahme. Gestützt sei dies durch die Erklärungen des RKI, nach denen das Risiko einer Ansteckung für andere von Geimpften sehr gering sei. Deshalb werde dies gleich morgen umgesetzt. Dazu gehöre die Befreiung von Testpflichten, die Befreiung von Quarantäne-Regeln. Außerdem werden Geimpfte nicht als Kontaktpersonen gezählt, genauso wie für vollständig Geimpfte die Ausgangssperre fällt. Für all diese Freiheiten gelte dennoch: Maske und Hygiene-Regeln gelten weiter.

Update vom 3. Mai, 12.49 Uhr: Sie sind da, es geht los.

Update vom 3. Mai, 12.43 Uhr: Normalerweise ist der Bayerische Ministerpräsident in seinen zahlreichen Presse-Statements nicht für Unpünktlichkeit bekannt. Vermutlich gibt es aber jede Menge zu besprechen. Wir warten geduldig auf den Start der Pressekonferenz, bei der wir immer noch davon ausgehen, dass sie jeden Augenblick beginnt.

Update vom 3. Mai, 12.35 Uhr: Die Protagonisten sind noch nicht da. Es dürfte dennoch jeden Moment los gehen.

Corona: Söder-PK aus München gleich LIVE - Lockerungen für Gastro, Hotellerie und Kunst?

Update vom 3. Mai, 12.15 Uhr: Kommen jetzt Lockerungen für Gastronomie, Hotellerie und Kunst? Es scheint, als stünden einige Öffnungs-Perspektiven in Bayern bevor. Die PK mit CSU-Chef Söder und seinem Generalsekretär Bluhme übertragen wir ab 12:30 Uhr oben im Stream und hier im Text über unseren Ticker.

Update vom 3. Mai, 11.54 Uhr: Grundschulen in Bayern dürfen ab dem 10. Mai voraussichtlich auf breiter Front für alle Klassenstufen öffnen. Ministerpräsident Markus Söder zeigt sich nun doch bereit, den Grenzwert für Distanzunterricht erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 festzusetzen - wie in der sogenannten Bundes-Notbremse vorgesehen - und nicht wie bisher in Bayern schon bei 100.

Es bleibe dann bei der Test- und der Maskenpflicht, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands.

Corona-Lockdown: Söder kündigt Bayern-Lockerungen an - sogar für Gastronomie 

Update vom 3. Mai, 10.51 Uhr: Deutliche Ansage von Markus Söder: Bayerns Ministerpräsident plant offenbar weitreichende Lockerungen für den Freistaat. Ab Montag (10. Mai) soll bei einer Inzidenz unter der 100er-Marke die Außengastronomie im Freistaat geöffnet werden dürfen - mit Test und Termin. Identische Schritte sind wohl für Theater und Kino geplant, hat Merkur-Redakteur Christian Deutschländer aus der gerade laufenden Sitzung des Parteivorstands erfahren.

Bei einer Inzidenz unter 100 sollen auch Ferienwohnungen und Hotels mit Hygienekonzept und Test geöffnet werden dürfen. Das dürfte vielen vor allem in Hinblick auf die anstehenden Pfingstferien Hoffnung bereiten.

Markus Söder will offenbar Außengastronomie und Hotellerie eine Öffnungsperspektive bieten - falls die Inzidenzwerte stimmen.

Corona: Söder kündigt „spannendes“ in PK an - ab 12:30 Uhr hier LIVE

Update vom 3. Mai, 9.47 Uhr: „In den nächsten Wochen geht es darum, Nägel mit Köpfen zu machen“, beginnt CSU-Chef Markus Söder sein Statement. Doch um Corona geht es dabei nicht. Der Ministerpräsident nutze die Runde, um über die Klima-Ziele des Freistaats zu sprechen. Um 12.30 Uhr soll es dann um Corona gehen. „Da gibt es dann etwas spannendes zu erzählen“, so Söder. Offen jedoch, was er damit meint. Wir sind ab 12 30 Uhr live für Sie dabei, wenn der CSU-Chef mit seinem Generalsekretär Blume vor die Presse tritt.

Erstmeldung vom 3. Mai 2021

München - „Die dritte Welle ist gebrochen“. So formulierte es Bundesjustizministerin Bettina Lambrecht (SPD) in der ARD-Talkshow „Anne Will“. Dies sei ein wichtiger Punkt, um zu mehr Normalität zurückzukehren. Der zweite sei, wie bekannt, das Impfen. Seit Tagen läuft deshalb eine intensive Debatte darüber, wie mit vollständig geimpften Menschen umzugehen sei. Das RKI (Robert-Koch-Institut) hatte bereits Ende März in einem Papier erklärt, dass die Ansteckungsgefahr von vollständig Geimpften minimal sei. „Wir müssen schnellstmöglich Genesene mit Geimpften gleichstellen“, erklärte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), ebenfalls zu Gast bei Anne Will, dazu.

Corona: München bald unter 100? Exponentielles Wachstum wohl gestoppt

Die sinkenden Inzidenzen in Deutschland machen sich auch in München* bemerkbar. So meldet das RKI in seinen jüngsten Daten (3. Mai) einen Wert von 126,4. Am Sonntag lag sie bei 126,7. Am Freitag betrug der Wert 123,8, davor 131,6. Noch vor gut einer Woche lag die wichtige 7-Tage-Inzidenz bei über 160. Setzt sich der Trend fort*, könnte München schon sehr bald unter die wichtige Grenze von 100 rutschen, was einige Erleichterungen mit sich bringen würde. Beispielsweise die nächtliche Ausgangssperre würde dann fallen. Allerdings muss der Wert zunächst stabil fünf Tage lang unter 100 gelegen sein, um die „Notbremse“, die aktuell gilt, wieder zu lösen.

Corona: Söder-PK heute LIVE - hier im Ticker

CSU-Chef Söder will noch in dieser Woche die Gleichstellung von Geimpften und Genesenen/Getesteten voranbringen. Dazu tagt der CSU-Vorstand, wie häufig zu Beginn einer Woche, in München. Am Mittag kündigte der Ministerpräsident dann eine PK an, um über die aktuelle Corona-Lage zu informieren. Wir berichten live hier in unserem Stream und im Ticker. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/Sven Hoppe/Robert Michael/dpa

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