CSU übt Kritik

Reaktion auf aktuelle Lage: München verschärft Corona-Regeln massiv - diese Einschränkungen gelten ab jetzt

  • Sascha Karowski
    vonSascha Karowski
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Der Inzidenz-Wert für München hat eine kritische Marke überschritten. Nun greift die Stadt durch und verhängt neue Regeln. Wir zeigen, was sich ändert.

  • In München* ist der Inzidenz-Wert wieder deutlich angestiegen.
  • Deshalb verhängt die Stadt neue Einschränkungen - betroffen sind vor allem die Innenstadt und der Alkohol-Ausschank.
  • OB Dieter Reiter spricht bereits von einem erneuten Lockdown.

München - Das müssen jetzt alle schlucken! In der Stadt gelten ab Mittwoch wieder schärfere Regeln* - unter anderem ein Alkohol-Ausschankverbot in der Gastronomie ab 22 Uhr. Grund: Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert kletterte am Sonntag auf 50,6, liegt so erneut über der kritischen Marke von 50. Genau 54 neue Corona-Fälle* wurden am Montag gemeldet, 12.580 Infektionen sind insgesamt bestätigt. 11.056 Personen sind genesen, 229 gestorben. So zieht die Stadt jetzt die Zügel an:

Kommando zurück: Auf dem Viktualienmarkt gilt wieder Maskenpflicht.

Corona-Regeln in München: Maske in der Innenstadt und Partys nur noch im kleinen Kreis

Maskenpflicht: Wer zwischen 9 und 23 Uhr in Fußgängerzone, der Schützenstraße, am Stachus, auf dem Marienplatz, der Sendlinger Straße, dem Sendlinger-Tor-Platz, dem Viktualienmarkt oder auf den Gehwegen im Tal unterwegs ist, muss eine Maske tragen*.

Party-Regeln: Der Aufenthalt im privaten sowie im öffentlichen Raum und an einem gemeinsamen Tisch in der Gastronomie ist ab Mittwoch nur noch in Gruppen von bis zu fünf Personen gestattet (bisher zehn) - oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands sowie Angehörigen eines weiteren Hausstands. Bei privaten Feiern sind drinnen 25 Menschen gestattet, draußen 50. Bislang waren 50 beziehungsweise 100 zugelassen.

Corona-Regeln in München: Alkohol-Ausschank am Wochenende zeitlich begrenzt

Alkoholverbot: Bestehen bleibt am Freitag und Samstag das Alkoholverbot zum Außer-Haus-Verkauf ab 21 Uhr und zum Konsum im öffentlichen Raum ab 23 (bis 6 Uhr) an den bekannten Hotspots. Neu hinzu kommt ein generelles Alkohol-Ausschankverbot in der Gastronomie täglich ab 22 Uhr. Die Regeln gelten bis 27. Oktober, 24 Uhr.

Kirchweihdult: Die am Samstag startende Veranstaltung kann zwar stattfinden, aber die Besucherzahl wird von 1000 auf 500 gesenkt.

Die steigenden Infektionszahlen in München haben Auswirkungen auf die Gastronomie: Der Ausschank von Alkohol ist ab 22 Uhr untersagt.

Corona-Regeln in München: Schul- und Kitabetrieb vorerst nicht betroffen

Bürgerversammlungen: Abgesagt werden müssen die Versammlungen für Hadern und Trudering-Riem (geplant für 15. Oktober), Sendling-Westpark sowie Ramersdorf-Perlach (22. Oktober).

Das sagt OB Dieter Reiter: „Wir sind jetzt an einem entscheidenden Punkt, ob wir die Verbreitung weiter eindämmen können oder sich das Virus ausbreitet - was dann drastischere Maßnahmen nach sich ziehen würde. Jetzt sind wir alle gefordert, Verantwortung zu übernehmen, um einen Lockdown zu verhindern*.“ Übrigens: Der Schul- und Kitabetrieb ist vorerst nicht betroffen.

CSU-Kritik: Fraktionschef Manuel Pretzl sagte: „Das Ausschankverbot bestraft die Wirte und Gäste, die sich vernünftig verhalten.“ Fraktions-Vize Evelyne Menges ergänzt, dass ein Schankschluss um 22 Uhr in der Praxis schwer umsetzbar sei. „Die Stadt sollte lieber auf die Vernunft der Bürger vertrauen.“ (S. Karowski) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Achim Frank Schmidt

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