Schwierige Bedingungen

Ungeahnte Probleme treten auf: So fanden Schüler, Lehrer und Eltern den Schulstart mit Maskenpflicht

  • Stéphanie Mercier
    vonStéphanie Mercier
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Wegen der Corona-Pandemie gilt in Bayerns Schulen Maskenpflicht. Wir haben Schüler, Lehrer und Eltern zum Schulstart befragt.

  • Wegen der Corona-Pandemie* gilt in Bayerns Schulen Maskenpflicht.
  • Wir haben Schüler, Lehrer und Eltern zum Schulstart befragt.
  • Es gibt im Unterricht sogar noch weitere Regeln für die Schüler.

München* - Früher zog ein neuer Schulranzen beim Schulstart die Blicke auf sich – jetzt ist es die besonders fesche Maske. Denn beim Schulstart am Dienstag galt für alle rund 130.000 Münchner Schüler die Maskenpflicht. Während Grundschüler die Maske am Platz abnehmen dürfen, müssen Jugendliche und Lehrer ab der fünften Klasse auch während des Unterrichts Mund und Nase bedecken, um das Ansteckungsrisiko zu senken. Die Regelung gilt zunächst bis Ende kommender Woche.

Einzige Ausnahme: Wenn die Zahl der Neuinfektionen in einer Woche in einer Region über den Grenzwert 50 steigt. Dann werden die Regelungen verschärft. Wie der Schulstart mit Maske lief? Wir haben uns umgehört.

Coronavirus München: Maskenpflicht an der Schule - Das sagen die Schüler

Christina Heichele (11), Luitpold-Gymnasium: „Die Stoffmaske erschwert das Atmen – wenn man sie fünf Stunden lang tragen muss, dann merkt man das deutlich. Ich habe das Gefühl, in der Klasse wird es mit Maske ruhiger. Vielleicht ja, weil man’s nicht so hört, wenn jemand Quatsch macht.“

Jakob Eckert (10), Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium: „Mein Problem mit der Maske: Meine Brille beschlägt andauernd. Dann muss ich sie putzen und kann mich logischerweise nicht auf den Unterricht konzentrieren. Ohne Maske wär’s sicher leichter.“

Viola Heichele (15), Maximiliansgymnasium: „Wir müssen nicht nur Maske tragen, sondern es gibt auch weitere Regeln – zum Beispiel darf man keine Stifte oder Lineale verleihen. Wenn die Maskenpflicht in zwei Wochen wieder wegfallen würde, wär’s schön: Dann versteht man sich wieder besser.

Jolander Schiller, Franzi Czoppelt und Clara Lipp, Schülerinnen am Käthe-Kollwitz-Gymnasium: „Es war schön, endlich mal wieder alle Freunde zu sehen. Die Maske stört aber: Darunter wurde es nach einiger Zeit ganz schön heiß und wenn es in der Klasse lauter wurde, hat man die Lehrer teilweise kaum mehr verstanden.“

Eine Schülerin mit Maske trinkt aus einer Flasche (Symbolbild).

Coronavirus München/Maskenpflicht an der Schule: Das sagen die Eltern

Mutter Katja (47) und Elena (10) Müller, St.-Anna-Gymnasium: „Man hat sich echt an die Maske gewöhnt, sie ist zum Gebrauchsgegenstand geworden. Der erste Tag mit Maske lief gut, allerdings – dauerte der auch nicht allzu lang.“

Vesna Pungercar (35) und Isabelle Feix (40): „Unsere Töchter gehen jetzt in die zweite Klasse. Sie dürfen also die Maske am Platz abnehmen. Daran halten sie sich auch ganz diszipliniert. Das ist für die beiden jetzt schon total normal.“

Coronavirus/Maskenpflicht an der Schule: Das sagen die Lehrer

Birgit Dittmer-Glaubig, Lehrerin an der Mittelschule Simmernstraße: „Wir stehen hinter dem Unterrichten mit der Maske. Und der erste Tag zeigte: Die Schüler waren auch mit Maske froh, ihre gesamte Klasse zu sehen.“

Heidrun Stehling (50), St.-Anna-Gymnasium: „Ich bin Französischlehrerin und habe mir extra eine durchsichtige Maske bestellt – schließlich muss man die Aussprache auch sehen. Hoffentlich bleiben die Masken nicht.“ *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

In Hessen erhielt ein Schüler eine „Missbilligung“, weil er auf dem Schulhof einen Schluck aus seiner Flasche nahm. Der umstrittene Brief verbreitete sich auf Facebook.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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