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Durch München gerast: Ex-National-Torwart Jens Lehmann (53) muss schon wieder vor Gericht

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Von: Andreas Thieme

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Jens Lehmann
Der frühere Nationaltorhüter Jens Lehmann muss schon wieder in München vor Gericht © Sven Hoppe/dpa

Im Sommer randalierte Jens Lehmann (53) mit einer Kettensäge, im Oktober wurde er wegen Falschparkens verurteilt – nun wird ihm Raserei vorgeworfen.

München - Kürzlich war Ex-National-Torwart Jens Lehmann (53) noch als Tribünengast bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar zu sehen. Dort ist er, wie andere ehemalige Spitzenkicker, als Experte tätig. Doch morgen schon droht Lehmann ein unangenehmer Termin in München: Das Amtsgericht verhandelt einen Prozess, bei dem Lehmann zwar nicht im Tor, aber ganz im Zentrum steht: Denn er soll eine Ordnungswidrigkeit begangen haben. Ganz konkret: Die Justiz will Lehmann als Raser überführt haben.   

Lehmann: Mehrfach vor Gericht – jetzt als angeklagter Raser

Zuletzt am 19. Oktober war der frühere Weltklasse-Torwart und 61-fache Nationalspieler am Amtsgericht verurteilt worden. Im Herbst ging es noch um Falschparken in der Münchner Innenstadt - zum Prozess war Lehmann aber gar nicht erschienen, obwohl er selbst Widerspruch gegen einen Strafbefehl über 40 Euro eingelegt hatte.

Beim Prozess am Dienstag muss sich Lehmann nun als Raser verantworten. Ihm droht sogar ein Entzug der Fahrerlaubnis. Den hatte die Justiz nach dem Raser-Vorfall verhängt, vor dem Amtsgericht wehrt sich Lehmann dagegen. Und sollte dieses Mal wohl besser persönlich erscheinen - trotz Weltmeisterschaft.   

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München: Ex-National-Torhüter Jens Lehmann soll durch die Innenstadt gerast sein

Denn: Nach Informationen unserer Redaktion soll er innerorts viel zu schnell unterwegs gewesen sein. Im deutschen Verkehrsrecht ist eindeutig geregelt: Ein dreimonatiges Fahrverbot wird etwa ausgesprochen, wenn ein Fahrer innerorts die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 61 km/h überschreitet. Das könnte dem früheren Weltklasse-Keeper nun drohen, wenn er überführt wird. Aber typisch Lehmann: Er will das nicht kampflos hinnehmen - und wehrt sich vor Gericht.

Aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft auch noch im Fall seines Kettensägen-Angriffs auf ein Nachbargrundstück im August in Starnberg. Lehmann soll an der Garagen-Baustelle eines Nachbarn einen Balken durchgesägt haben. Ersten Gerüchten zufolge, weil ihm die Sicht auf den See verhagelt war. Die Anklagebehörde hat im Sommer nach ersten polizeilichen Ermittlungen daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Per Video wurde der Vorfall aufgezeichnet. Kurios: Zwar war das Kabel der Kamera durchtrennt worden, allerdings lief das Gerät im Batteriebetrieb weiter.

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