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Dominik Brunner: Die Polizei hörte, wie er starb

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Dominik Brunner: Am Bahnhof in Solln wurde er totgeprügelt. © dpa

München - Der grausame Tod von S-Bahnheld Dominik Brunner - die Polizei hat alles live mitgehört. Brunner hatte mit seinem Handy noch einmal angerufen. Das könnte einen der Täter sogar entlasten.

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Dass es von der schrecklichen Prügelorgie in Solln überhaupt einen Tonbandmitschnitt bei der Polizei gibt, war bisher völlig unbekannt. Nun berichten verschiedene Medien, dass die Einsatzzentrale live mitbekam, was am Sollner Bahnhof geschah. Demnach hört man auf dem Tonband einen schreienden und tobenden Täter - mutmaßlich Markus S. (18). “Er schreit wie ein Tier“, wird ein Ermittler zitiert. Dann hört man die Schläge. Dabei soll Markus S. immer wieder „Motherfucker“ und „Fuck, Fuck, Fuck“ gerufen haben.

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Später wurden bei Dominik Brunner 42 Verletzungen gezählt. 22 davon so schwer, dass er daran starb.

Was genau geschehen ist, wird noch überprüft. Klar ist aber schon: Von dem Handy, das Dominik Brunner (50) bei sich hatte, wurde um 16.09 Uhr noch einmal der Notruf gewählt. Ob Brunner selbst die Polizei rief oder ob versehentlich die Wahlwiederholung gedrückt wurde, muss noch geklärt werden. Nur vier Minuten zuvor hatte der Manager schon einmal Hilfe gerufen. Damals hatte er der Polizei noch ruhig erklärt, dass Kinder in der S-Bahn bedroht wurden. Dann stieg er mit den Kindern aus - die Schläger folgten ihnen.

Entlastung für einen der Täter?

Für einen der beiden Schläger, Sebastian L. (17), könnte das Tonband allerdings ein Glücksfall sein: Nach Medienberichten soll er den mutmaßlichen Haupttäter Markus S. von seinem Opfer weggezogen haben. Zumindest ist von Sebastian L. auf dem Mitschnitt nicht viel zu hören.

Zu hören ist aber Dominik Brunner: Unverständliches Murmeln zeichnet das Tonband auf - offenbar kann er in seinen letzten Minuten nicht mehr um Hilfe rufen.

Das Landeskriminalamt (LKA) lässt nun ein Gutachten zu dem etwa einminütigen Telefonat erstellen.

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