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Bei den Olympia-Fans flossen sogar Tränen

Enttäuschung und Tränen in München

München - Als der Traum von den Olympischen Winterspielen in München geplatzt war, hallte ein entsetzter Aufschrei über den überfüllten Marienplatz. Es gab sogar Tränen.

Die Party bei Kaiserwetter war vorbei, Tränen rollten über die Wangen der Helfer im Zentrum der deutschen Olympia-Bewerbung. Im fast 9000 Kilometer entfernten Durban in Südafrika hatten die Delegierten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nach nur einem Wahlgang das südkoreanische Pyeongchang zum Austragungsort der Winterspiele im Jahr 2018 gekürt.

Jubel in Pyeongchang, Trauer und Ernüchterung in Bayern: Reaktionen auf die Olympia-Entscheidung

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Die Vision von einem Wintermärchen 2018 zerfloss bei hochsommerlichen Temperaturen auch für Skisprung-Olympiasieger Dieter Thoma. Der Schwarzwälder hätte es gerne gesehen, wenn seine Nachfolger von der Olympiaschanze am Gudiberg gesprungen wären. „Dort habe ich meine ersten Weltcup-Punkte geholt und auch meinen letzten Sprung gemacht“, sagte der Team-Olympiasieger von Lillehammer 1994.

Zuvor hatten tausende Zuschauer vor den großen Video-Leinwänden auf dem Münchner Marienplatz, dem Mohrenplatz in Garmisch-Partenkirchen und an der Seelände in Königssee hoffnungsvoll das IOC-Treffen in Durban verfolgt und bei bestem Wetter eine Olympia-Party gefeiert. „Wir hätten es einfach verdient“, sagte Brand und war noch zuversichtlich: „Ich denke, unsere emotionale Bewerbung ist sehr gut angekommen.“

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Nachdem die Wahl jedoch bereits im ersten Durchgang entschieden war, schlug auch vor dem Münchener Rathaus die Skepsis durch. „Wir hoffen und zittern“, sagte Ex-Ski-Rennläuferin Martina Ertl-Renz dem Bayerischen Rundfunk, gab aber nach den Nachrichten aus Durban zu: „Die Stimmung ist schon etwas gedämpft.“
Auch an der Bob- und Rodelbahn in Königssee fieberten die Zuschauer beim Public Viewing der Bekanntgabe durch IOC-Präsident Jacques Rogge entgegen. Die Slalom-Olympiasiegerin von Nagano 1998, Hilde Gerg, hatte eine knappe Entscheidung erwartet und konnte nur noch „Daumen drücken und sich überraschen lassen“.

Olympia-Entscheidung: Bayern hofft und bangt

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Die geschlagene Münchner Bewerbungsgesellschaft 2018 hat Olympia-Ausrichter Pyeongchang zum klaren Sieg bei der Wahl in Durban gratuliert. „Sie waren starke Konkurrenten und wir sind sicher, dass sie exzellente Winterspiele 2018 ausrichten werden“, heißt es in einer Pressemitteilung: „Unser Mitgefühl gilt auch dem Team von Annecy. Natürlich sind wir traurig, denn wir sind schließlich hierher gekommen, um zu gewinnen. „ Es gehöre aber im Sport dazu, eine solche Entscheidung zu respektieren: „Wir haben immer gesagt, dass es ein enges Rennen ist, in dem wir zwei starke Konkurrenten haben.“

sid

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