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Eric Hoffman.

Münchner auf der Suche

Er lebte im Zug: Erste Wohn-Angebote da

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Eric Hoffman wohnte monatelang im Zug. Der 25-Jährige konnte in München einfach kein Zimmer finden. Doch die Zeit im ICE scheint vorbei. 

München - Damit hatte Eric Hoffman nicht gerechnet. Nach dem Bericht vom Dienstag über sein Leben im Zug hat er nicht nur ein Zimmer in München angeboten bekommen, sondern gleich mehrere Dutzend! Die tz-Leser zeigten ihr großes Herz, mehr als hundert Menschen meldeten sich auch per Facebook, um ihm Hilfe und Unterstützung anzubieten. Ganz Deutschland suchte für ihn nach einem Zimmer! „Unglaublich, diese riesige Hilfsbereitschaft nach dem tz-Bericht hat mich sehr gerührt – leider schaffe ich es gar nicht, all die Nachrichten zu beantworten, ich arbeite ja Vollzeit“, sagt Eric.

Der 25-Jährige aus dem Saarland hatte vor einem halben Jahr seinen Traumjob als Videospielredakteur in München angenommen. Doch Eric fand hier kein Zimmer. So wohnte er monatelang im Zug. Dank einer BahnCard 100 I. Klasse (7668 Euro pro Jahr), die er noch wegen seines früheren Jobs hat, kann er in allen Zügen in der ersten Klasse mitfahren, wann und wohin er will. Und in den DB-Lounges an den großen Bahnhöfen kostenlos essen und trinken.

Weil Eric Hoffmann (25) in München keine Wohnung findet, lebt der Videospielredakteur seit fast einem halben Jahr im Zug.

Durch die Zeit im Zug habe er gelernt, Dinge loszulassen, die er zuvor für überlebensnotwendig gehalten hatte. So hat Eric seinen Riesenflachbildschirmfernseher verkauft, die Spielekonsolen, die Möbel – eigentlich alles bis auf sein iPad und seine Klamotten. Statt dessen sammelte er viel wertvollere Schätze: Erfahrung, Geschichten, Freunde. Solche Abenteuer hat Eric jetzt bald für immer hinter sich – zum Glück und dank der Hilfe der tz kann er sicherlich schon bald seine eigene Wohnung beziehen.

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version des Textes befanden sich unzutreffende Passagen. Diese haben wir mittlerweile entfernt. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Lesen Sie auch den Gastbeitrag der Studentin Sandra MeierÜber die (Un-)Möglichkeit, mit 25 Euro in der Woche in München zu leben

Susanne Sasse

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