Retter sind fassungslos

Zu laut: Anwohner zerstört Gerät der Feuerwehr bei Einsatz

München - Das haben selbst die erfahrensten Feuerwehrleute in München noch nicht erlebt: Ein Anwohner hat aus Ärger einen Einsatz an der Lerchenauer Straße sabotiert und ein Gerät zerstört. 

Man könnte meinen, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehr München nicht mehr viel schocken kann. Aber, und das schreibt die Feuerwehr selbst in ihrem aktuellen Pressebericht, in der Nacht von Freitag auf Samstag hat sich etwas ereignet, dass selbst für die erfahrensten Feuerwehrler nicht alltäglich war.

Es begann alles routinemäßig. Die Feuerwehr wurde gegen 1.15 Uhr alarmiert, weil die Küche einer Wohnung im vierten Obergeschoss an der Lerchenauer Straße im Münchner Norden brannte. Der Mieter war durch seltsame Geräusche aufgewacht und konnte die Flammen recht erfolgreich unter Kontrolle bringen. Die Feuerwehr musste nur noch komplett ablöschen, es entstand allerdings ein Schaden von mindestens 10.000 Euro. Der Bewohner wurde von einem Rettungsassistenten versorgt und in eine Klinik gebracht. 

Soweit, so alltäglich. Doch dann passierte es. 

Ein Anwohner tritt gegen den Lüfter und wirft ihn um

Da die Küche stark verraucht war, setzte die Feuerwehr einen Hochleistungslüfter ein, um Brandgeruch und Giftstoffe abzuleiten. Das Gerät war einem Anwohner offenbar zu laut. Er fühlte sich in seiner Ruhe gestört, trat dagegen und stieß es um. 

Großbrand zerstört legendäre Filmkulissen

Dabei entstand an dem Lüfter ein so großer Schaden, dass er vermutlich nicht mehr repariert werden kann. Die Polizei nahm den Vorgang auf, bisher ist noch nicht bekannt, welche Folgen das Verhalten des Saboteurs hat. Der Sachschaden an Geräten der Feuerwehr beläuft sich allerdings auf knapp 3.000 Euro.

Was die Feuerwehr alles bei ihren Einsätzen mitmacht, können Sie auch in unserer Serie nachlesen

kg

Rubriklistenbild: © dpa

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