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S-Bahn-Unterführung Fasanerie: Diese Entwurfsvariante wurde von den Bürgern bisher mehrheitlich favorisiert.

Das bringt das Jahr im Stadtviertel

Feldmoching-Hasenbergl 2017: Siedlungs-Pläne im Norden

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München - Was steht 2017 im Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl an? Vor allem Bauprojekte. Überall im Viertel entstehen neue Wohnungen, aber auch eine Lösung für den Bahnübergang an der Fasanerie ist in Sicht.   

Bis wirklich gebaut wird, dauert es noch ein paar Jahre. Die Konzeption der geplanten Siedlung nahe der Bergwachtstraße jedoch ist bereits in vollem Gang. 2500 Wohneinheiten und voraussichtlich eine Grundschule sollen in Feldmoching entstehen. Die Verhandlungen mit den Eigentümern des Geländes laufen auf Hochtouren. Das Areal soll baldmöglichst an einen Baulandentwickler verkauft werden. 2017 will sich der Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl noch einmal verstärkt für einen weiteren Schulbau auf dem Gebiet einsetzen. Schon lange wünschen sich die Lokalpolitiker ein Gymnasium für den 24. Stadtbezirk. Ihrer Auffassung nach böte das Areal nahe der Bergwachtstraße eine ausreichend große Fläche. „Es würde vielen Schülern erstmals einen wohnortnahen Gymnasialstandort ermöglichen“, sagt BA-Chef Markus Auerbach (SPD).

Weitere Quartiere entstehen derzeit im Rahmen des Programms „Wohnen für alle“ an verschiedenen Flächen im Bezirk: An der Schittgablerstraße sind 46 von der Stadt geförderte Wohnungen der Gewofag geplant. Wenn das Wetter mitspielt, wird im Februar mit dem Hochbau begonnen. Die GWG will an der Grohmannstraße 64 Wohneinheiten errichten. Zwei der insgesamt vier Häuser sollen im Dezember 2017 fertig sein, die übrigen zwei im Februar 2018. Ein weiteres „Wohnen für alle“-Projekt der GWG an der Fortnerstraße wird erst später in die heiße Phase starten. Ein Baubeginn Ende 2017 erscheint zumindest möglich.

Neue Wohnungen im Viertel

Auch an der Hochmuttingerstraße sowie an Ratold- und Raheinstraße gibt es bald neue Siedlungen. Die Bebauungspläne für beide Areale sollen 2017 als Satzung erlassen werden. Für die Bürger werden weitere Möglichkeiten bestehen, Ideen und Anregungen in den Prozess der Aufstellung miteinzubringen.

Lösungen für den zunehmenden Verkehr

Der Münchner Norden wächst jedoch nicht nur hinsichtlich seiner Einwohnerzahl – auch der Verkehrnimmt zu. Das liegt unter anderem am Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW in Milbertshofen-Am Hart. Bis 2050 soll die Einrichtung um die 15.000 neue Mitarbeiter hinzugewinnen. Für die Entlastung der Zufahrtsstraßen im angrenzenden Bezirk Feldmoching-Hasenbergl ist ein Tunnel angedacht. Dieser soll die Schleißheimer Straße mit der im Norden verlaufenden A 99 verbinden. Das Baureferat will die Details des Projekts nun untersuchen. Im Fokus dabei stehen technische Fragen zur Querung an der Dülferstraße, wo der Tunnel auf den U-Bahn-Schacht träfe. Außerdem wird die Untertunnelung des FFH-Gebiets nahe der A 99 am Hartelholz und an der Panzerwiese überlegt. Dort müssen naturschutzrechtliche Anforderungen erfüllt werden. Nach den Prüfungen will das Referat einen Planfeststellungsantrag ausarbeiten.

Fasanerie: Endlich eine Unterführung

Ein solcher Antrag könnte im kommenden Jahr endlich auch für den ersehnten neuen Bahnübergang an der Fasanerieerstellt werden. Das Planungsreferat überarbeitet derzeit seine Entwürfe und nimmt Ideen aus vergangenen Bürgerworkshops mit auf. Das Ergebnis wird voraussichtlich 2017 dem Bezirksausschuss zur Anhörung und dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt. Der BA-Vorsitzende Markus Auerbach (SPD) rechnet damit, dass das Planungsreferat in den neuen Konzepten die von den Bürgern gewünschte offene, trichterförmige Variante der Fußgängerunterführung berücksichtigen wird.

Ein absolutes Novum für den Bezirk steht im Herbst 2017 an. Von 22. bis 29. September soll im Kulturzentrum 2411 am Hasenbergl eine Seniorenmesse für den Münchner Norden stattfinden. 

Katrin Hildebrand

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