Tierquäler im Münchner Norden unterwegs

Angst vor dem Katzen-Killer: Diese vier Fälle schockieren

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Offenbar treibt sich im Münchner Norden ein Tierquäler umher. Eveline Kosenbach vom Münchner Tierheim weiß von mehreren Fällen, von vier schockierenden berichten wir hier.

München - Eveline Kosenbach leitet die Vermisstenstelle im Münchner Tierheim. Nach einer Häufung erschreckender Fälle sagt sie: „Im Bereich Hasenbergl, Feldmoching und offenbar auch in Moosach sind Tierquäler unterwegs.“ Die Polizei stellt zwar keine Auffälligkeiten fest, Kosenbach weiß aber von sieben Katzen, die spurlos verschwunden sind sowie von mehreren Miezen, die mit Dreck überschüttet oder halb ersäuft noch lebend gefunden wurden. Diese Fälle häufen sich speziell im Münchner Norden seit mehreren Jahren. Kosenbach: „Ich setze darauf, dass jemand zufällig etwas gesehen hat“. Zu den Opfern des oder der Sadisten gehören vier schockierende Fälle, deren Geschichten wir hier erzählen.

Fall 1: Leilei stirbt nach Brutalo-Attacke

Das Schicksal der alten Kätzin Leilei (17) bewegte im August 2015 viele Bewohner des Hasenbergls. Mit gebrochenen Knochen sowie einem Darm- und Magenriss – verursacht durch fürchterliche Tritte in den Bauch – schleppte sich Leilei am 4. August noch heim in die Kienestraße. Der Tierarzt musste Leilei von ihren Leiden erlösen. Die Kinder der Familie (5 und 9 Jahre) weinten sehr. Die Eltern setzten 500 Euro Belohnung aus, dennoch blieb dieser entsetzliche Fall von Tierquälerei ungelöst.

Fall 2: Gehäutet und weggeworfen

Als man sie fand, hatte sie kein Fell mehr an ihrem gequälten Körper. Und erst der Scanner im Tier-Krematorium ortete den eingepflanzten Chip unter der Haut… Seitdem steht fest: Das grauenhaft zugerichtete, offensichtlich erst wenige Stunden zuvor gehäutete Tier war einst die Glückskatze Medi (4) – seit 4. November 2017 vermisst und nun am 16. April von zwei jungen Frauen im Wendehammer des Jakob-Sturm-Weges (Feldmoching) gefunden. Keine 200 Meter vom Haus ihrer Familie entfernt, wo Medi die ganze Freude des hochbetagten Hausherrn und dessen Familie war. Wo und wie Medi die vergangenen fünf Monate verbrachte – darüber wagt Tochter Karin B. (47) gar nicht nachzudenken: „Wir fragen uns, wen greift der sich als nächstes? Ein Kind? Es ist so beängstigend.“

Fall 3: Pfote erlebte eine schlimme Odyssee

Ganz seltsam ist die Odyssee der Katze Pfote (5) – früher eine dominante Jägerin, vor der kein Mäuschen sicher war. Am 27. Januar verschwand sie über Nacht spurlos aus ihrem ­Revier am Olympia-Einkaufszentrum. Erst am 23. Februar tauchte Pfote grausam abgemagert, mit fast erforenen Pfoten und übersät von kleinen Wunden und Spuren von Tritten am Hinterteil, am Rotkreuzplatz in Neuhausen auf. Lange hätte sie nicht mehr überlebt. Ihre Besitzerin Diana R. (46) ist sich sicher: „Pfote muss mit Gewalt gestohlen worden sein. Sie lässt sich nicht von Fremden ­anfassen.“ Ihre Katze ist seither nicht mehr die ­Alte: „Sie verlässt unseren Garten nicht mehr.“ Vor einigen Nächten hörte Diana R. zehn Minuten lang eine Katze schreien: „Alle Nachbarn sind mit ­Taschenlampen losgerannt. Das Schreien wurde immer schwächer und erstarb dann ganz. Wir konnten das Tier nicht finden. Unheimlich…“

Eveline Kosenbach  vom Tierheim mit einer Findel-Katze.

Fall 4: Sadist zieht Mischka in die Länge

Als Kater Mischka (2) am 3. April von einem seiner Nachtausflüge heimkam, wollte er nicht fressen. Das fand Besitzerin Svetlana B. verdächtig: „Ich denke, er wurde mit Futter angelockt und eingesperrt. Seine Krallen waren stumpf.“ Und es wurde schlimmer: Ein paar Tage später kam Mischka abends nicht heim. Als die Familie das verstörte Tier Tage später fand, war Mischka schwer verletzt: „Sein Schwanz hing herunter, er konnte nicht mehr springen.“ Der Tierarzt stelle fest, dass der Kater gewaltsam in die Länge gezogen worden war. Dabei verschoben sich die Wirbel, Nerven wurden gequetscht. Es wird Monate dauern, bis alles ausgeheilt ist.

Lesen Sie auch: Unbekannter „entsorgt“ Kater in Müllsack: Jetzt ermittelt die Polizei

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