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Derzeit dienen die Baracken des ehemaligen KZ-Außenlagers als Umkleiden für die Fußballer des TSV Ludwigsfeld. BA-Mann Klaus Mai (SPD) hat Zukunftspläne für das Areal. 

Neue Pläne für Areal

Letzte KZ-Baracke von Dachau-Allach in Ludwigsfeld soll kulturell genutzt werden

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Noch ziehen sich in den denkmalgeschützten Räumen die Fußballer um. Doch spätestens 2023 bekommt der TSV Ludwigsfeld ein neues Vereinsgebäude. Dann wäre die letzte Baracke des ehemaligen KZ-Außenlagers Dachau-Allach wieder frei.

München - Der Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl hat nun Pläne für eine Anschlussnutzung der KZ-Baracke vorgelegt. Die Lokalpolitiker stellen in einem Maßnahmenkatalog eindeutige Forderungen. „Wir haben lange untereinander verhandelt und diskutiert“, sagt Klaus Mai (SPD), Vorsitzender des Unterauschusses Kultur. Mittelfristig wünscht sich das Gremium, dass die Stadt die Ludwigsfelder Baracke erwirbt und diese kulturell und bürgerschaftlich genutzt wird.

„Die Menschen in Ludwigsfeld wollen sich treffen und zusammenkommen, können das aber nicht“, erklärt Mai. In der kleinen Siedlung westlich von Feldmoching gibt es keine großen öffentlichen Räume und seit Jahren auch keine Wirtschaft mehr. Die alte Sanitärbaracke und der daran anschließende, ebenfalls denkmalgeschützte Kasinobau des Bundesauswandererlagers von 1950 sind historisch einmalig.

Bezirksausschuss wünscht sich Denkmal 

Derzeit informieren an der Baracke nur zwei kleine Tafeln über die Geschichte Ludwigsfelds als ehemaliges KZ-Außenlager. Der BA verlangt nun weitere Aufsteller sowie Apps, die über die düstere Vergangenheit aufklären. Außerdem sollen die Namen und wichtige Daten aller in Ludwigsfeld ermordeten NS-Opfer angebracht werden.

An der Fundstelle von zwölf im vergangenen Jahr exhumierten Skeletten, die noch aus der Zeit des Außenlagers stammen, wünscht sich der BA eine Art Denkmal. Langfristig soll die Baracke als Erinnerungsort dienen. „Der NS-Bau des Hauses der Kunst wird teuer saniert“, sagt Mai. „Einen Ort des Schreckens wie den in Ludwigsfeld zu erhalten, kostet deutlich weniger.“

Wohnungsgesellschaft Ludwigsfeld in der Verantwortung 

Dass die Stadt München die Baracke kaufen wird, ist unwahrscheinlich. Bei der Präsentation einer Machbarkeitsstudie für einen Dokumentationsort zum ehemaligen Außenlagerkomplex im Juni lehnte das Kulturreferat diese Option kategorisch ab. Auch schloss es ein Ausstellungskonzept sowie den Einsatz von Ressourcen und Personal aus.

In diesem Zusammenhang verwies die Stadt auf die Eigentümerin der denkmalgeschützten Bauten, die Wohnungsgesellschaft Ludwigsfeld. Diese sei für die Zukunft der Gebäude verantwortlich und habe der Stadt bereits positive Signale gegeben. Genaueres wurde damals nicht bekannt.

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