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Von Schleißheim bis zum Dom diente die Schleißheimer Straße seit dem 17. Jahrhundert als Sichtachse.

GWG will bauen

Wegen Sichtachse zum Dom: Wohnungsbau-Projekt abgelehnt

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Der Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl will die historische Sichtachse entlang der Schleißheimer Straße erhalten. Lokalpolitiker und Bürger haben ein Wohnungsprojekt deshalb abgelehnt. 

München - In München gibt es zahlreiche Sichtachsen. Die bekanntesten von ihnen nehmen Bezug auf die Türme der Frauenkirche. So auch die Schleißheimer Straße. Sie wurde im 17. Jahrhundert als Fürstenweg angelegt und endete einst am alten Schleißheimer Schloss. Diese Sichtachse ist heute noch von Bedeutung. Auch im Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl will man die historische Sichtachse bewahren. Der Bezirksausschuss hat darum nun ein Bauvorhaben der GWG abgelehnt, weil es die optische Verbindung vom Hasenbergl zum Münchner Dom empfindlich störe. Auch ein Bürgerantrag wandte sich gegen das Bauvorhaben.

Angedacht ist der Neubau auf einem Grundstück an der Fortnerstraße, Ecke Schleißheimer Straße. Dort am westlichen Rande der Panzerwiese will die GWG ein „Wohnen für alle“-Projekt realisieren. Wie groß das Haus wird und wie viele Wohnungen Platz fänden, steht noch nicht fest. „Die GWG hat eine Machbarkeitsstudie erarbeitet“, erklärte ein Sprecher der städtischen Wohnungsbaugesellschaft. „Die genaue Bebauung ist aber noch nicht fixiert.“ Sobald in Abstimmung mit der Lokalbaukommission konkretere Ergebnisse vorliegen, wolle die Wohnungsbaugesellschaft den Bezirksausschuss informieren.

Dieser steht dem Vorhaben aber schon jetzt skeptisch gegenüber. „Es würde alles sehr eng“, sagt der Vorsitzende Markus Auerbach (SPD). Die Abstandsflächen zu den angrenzenden Bauten, zwei achtstöckige Hochhäuser, seien zu gering. Zum Anwesen gehörende Einrichtungen wie Mülltonnen oder ein Spielplatz müssten daher auf die Nachbargrundstücke verlegt werden. Auch gebe es nicht genug Parkplatzflächen.

Besonders aber missfällt dem Bezirksausschuss die Tatsache, dass der Neubau direkt auf der besagten Sichtachse errichtet werden würde. „Das Gebäude würde massiv hineinragen“, kritisiert Auerbach. Dabei sei erst vor einigen Jahren im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt Hasenbergl“ festgelegt worden, dass die Linie zu den Frauentürmen nicht nur erhalten, sondern eigens betont werden solle.

Erst im April sorgte die Zerstörung einer historischen Sichtachse für Wirbel, damals ging es um den Blick vom Schloss Fürstenried aus. 

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