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Martin Obersojer (CSU) fordert eine zügige Lösung des Toiletten-Problems.

Lokalpolitikern reißt der Geduldsfaden

Bizarre Klo-Posse im Münchner Norden: Anwohner leben mit bitteren Folgen - „Brauchen schnell eine Lösung“

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15 U-Bahn-Toiletten bleiben in München aktuell zugesperrt - Lokalpolitikern reißt der Geduldsfaden.

  • Zahlreiche U-Bahn-Toiletten in München sind zurzeit nicht nutzbar.
  • Grund ist das Sicherheitskonzept der MVG.
  • Lokalpolitiker gehen jetzt gegen die Wildbieselmisere vor.

München - Wer mal muss, muss es sich verkneifen. Zumindest, wenn ihn oder sie das dringende Bedürfnis im Hasenbergl oder am Feldmochinger Bahnhof ereilt. Dort gibt es zwar U-Bahn-Toiletten, praktisch benutzt werden können sie allerdings nicht. Das liegt nicht an den Klos selbst, sondern an den äußeren Zugangstüren zum öffentlichen Häusl. Diese sollen als Brandschutz dienen, müssen aber, wie von der Stadt gefordert, zusätzlich verglast sein – als Teil des MVG-Sicherheitskonzepts.

Hier pressiert‘s: Die U-Bahn-Station München-Feldmoching

„Die Wahl der Verglasung ist momentan noch in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern“, vermelden die Stadtwerke München (SWM). Aus diesem Grund liegt derzeit der Umbau von 15 U-Bahn-WC-Anlagen hinter dem ursprünglichen Zeitplan.

Toiletten-Posse in München: „Es ist unhygienisch, wenn...“

Dem Bezirksausschuss (BA) Feldmoching-Hasenbergl pressiert es nun aber ganz gewaltig. „Wir brauchen schnell eine Lösung“, sagt Martin Obersojer Junior (CSU). „Es ist unhygienisch, wenn die Menschen ihre Notdurft im Umfeld des Bahnhofs verrichten müssen.“ Obersojer wohnt in Feldmoching. Wer dort aus der Bahn steigt, hat schon seit Sommer das Nachsehen, wenn es ums Bieseln geht. „Diese WC-Anlage wird modernisiert“, steht auf einem Zettel an der Tür Toilettentür. Und weiter: „Nächste WC-Anlagen: Scheidplatz“. Der ist sieben Stationen entfernt. So weit will keiner reisen, wenn die Blase drückt.

Hinweis-Zettel in der U-Bahn-Station München-Feldmoching

Genau diesen Umstand bekommt der BA-Chef Markus Auerbach (SPD) quasi live vor der Haustür mit. Er ist Nachbar der Bahnhofsanlage und damit indirekt betroffen von der Toiletten- und damit verbundenen Wildbieslermisere. Auerbach hat bereits vor einiger Zeit einen Ortstermin mit der Aufsichtsbehörde wahrgenommen – geändert hat sich bisher nichts. „Der ganze Ausbau hakt am Genehmigungsproblem“, sagt er.

Wildbiesler in München: Lokalpolitiker schwebt Toilettenrevolution vor

Wann der Blasendruck endlich ein Ende hat, ist aktuell noch nicht absehbar. BA-Chef Markus Auerbach schwebt für die Zukunft eine größere Toilettenrevolution vor. „Die Anlagen sind an ein privates Unternehmen vergeben worden. Dieses erhält die Eintrittsgebühren und soll dafür sicherstellen, dass es sauber bleibt“, erklärt er.

Aktuell kostet ein Häuslbesuch 60 Cent – sofern die Klos schon in Betrieb sind. Diesen Betrag hat der Stadtrat vorgegeben. „Besser wäre es, wenn die Toilettennutzung an den Bahnhöfen über den Fahrpreis abgedeckt würde“, meint Auerbach.

Zugang zu den einzelnen Anlagen in U- und eventuell auch S-Bahn könnten die Reisenden dann über einen QR-Code an ihrem Ticket erhalten. Der Bezirksausschuss schloss sich diesem Vorschlag an. 

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In München finden am 15. März Kommunalwahlen statt. Überall sind die Plakate der Parteien zu sehen. Ein Mann hat jetzt solche beschmiert. Mit übelsten Symbolen.

Katrin Hildebrand

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