Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

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Noch immer stehen Kräne an der Baustelle, gebaut wird an der Hachinger-Bach-Straße aber nicht mehr.

Griechische Schule in Berg am Laim 

Erdbebensicher: Ein Abriss wird teuer

Abriss oder Weiterbau – was soll mit dem Rohbau für die ursprünglich geplante griechische Schule in Berg am Laim passieren? Ein Abbruch käme teuer, weil die Griechen erdbebensicher gebaut haben.

Bis Ende nächster Woche muss eine Entscheidung fallen, sonst muss die Stadt selbst für die Kosten aufkommen.

Seit dem Jahr 2001 geht das Gezerre um die Schule, die einfach nicht fertig wird. Mittlerweile ist der Verkauf des Grundstücks an der Hachinger-Bach-Straße durch die Stadt München an den Staat Griechenland rückabgewickelt – seit wenigen Wochen ist die Stadt wieder als Eigentümerin des 15 000 Quadratmeter großen Areals direkt neben dem Michaeli-Gymnasium eingetragen.

Der Stadtrat hatte dem Drama vor der Sommerpause ein Ende gesetzt und die Rückabwicklung beschlossen, nachdem die Griechen vereinbarte Baufristen mehrfach nicht eingehalten hatten.

Nun geht es um die Verwendung des Rohbaus, der zur griechischen Schule werden sollte. Die Griechen sind mit dem Gebäude gerade mal bis zum ersten Stock gekommen. Die Frage ist jetzt: Soll die Stadt den Schulbau zu Ende bringen? Und kann sie das Gebäude in dieser Form überhaupt brauchen?

Offenbar sind sich darüber die Stadträte, aber auch die zuständigen Stellen – Kommunal-, Bau- und Bildungsreferat – uneinig. Die Vorlage wurde vergangene Woche vom Kommunalausschuss in die Stadtrats-Vollversammlung am Mittwoch in einer Woche vertagt. Dort muss nun eine Entscheidung fallen. Denn zwei Tage später läuft die Frist ab, die mit den Griechen vereinbart wurde.

Es geht darum, wer den Abriss zahlen muss. Laut Vertrag sind dies die Griechen – es sei denn, die Stadt kommt zu keinem Beschluss. Der Abriss dürfte richtig teuer werden, denn die Griechen haben erdbebensicher gebaut – in Berg am Laim. So ist es vorgeschrieben für Schulbauten in Griechenland, dem am stärksten von Erbeben betroffenen Land Europas. Und mit solch einem Stahlbetonskelett haben die griechischen Planer auch den Schulbau in München ausgestattet.

Im Rathaus wurde diese Information mit ungläubigem Staunen aufgenommen. Da hätten sich die Griechen viel Zeit, vor allem aber Geld sparen können, sagen viele Stadträte. Gerade die Finanzierung stand nämlich in den letzten Jahren beim Bauherrn Griechenland stets auf wackligen Beinen. Der Rückbau der Betonskelettbauweise und der überdimensionierten Bauteile könnte einen Großteil der rund drei Millionen Euro auffressen, die die Griechen für den Grundstücksrückkauf von der Stadt erhalten. Dann hätten die Hellenen in München ordentlich Geld versenkt.

Offenbar ist dies inzwischen selbst Athen klar geworden. Auf den Rathausfluren erzählt man sich jedenfalls eine interessante Anekdote. Demnach soll erst vor kurzem der persönliche Berater von Staatschef Alexis Tsipras in Berlin beim Wirtschaftsministerium vorgesprochen haben, damit es in München doch noch zu einer Verständigung im Sinne der Griechen kommt. Geklappt hat dies aber offenbar nicht.

Vollendet die Stadt den Rohbau, was könnte sie später damit anfangen? Für die in Berg am Laim dringend benötigte zusätzliche Grundschule gibt es inzwischen eine andere Lösung. Sie soll auf dem Areal der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft an der St.-Veit-Straße entstehen. Dort ist man sich mit der Grundstückseigentümerin, der katholischen Kirche, einig geworden. Zudem, so ist aus Referatskreisen zu hören, wäre das in München mittlerweile als Standard eingeführte Lernhaus-Konzept mit seinen Schulraum-Clustern im Griechen-Gebäude wohl nur sehr schwer umsetzbar.

Da das Grundstück unmittelbar ans städtische Michaeli-Gymnasium angrenzt, wäre eine Erweiterung logisch. Zumal das Gymnasium aus allen Nähten platzt. Doch die Griechen haben eine sehr repräsentative Architektur und großzügige Anlage geplant. Das Schulreferat würde hingegen gerne das vorhandene Baurecht möglichst umfassend für einen Gymnasiumsanbau ausnutzen.

Schließlich hat auch der angrenzende Sportverein FC Phoenix Bedarf für Sportflächen angemeldet. So könnte ein integrierter Schul- und Sport-Campus entstehen. Erste Gespräche dazu gab es bereits. Momentan spielt die Zeit eher für die Griechen. Eine eventuelle Klage seitens der Griechen wird wohl erst nach Fristablauf am 21. Oktober eingereicht. Bis zu einem Gerichtsurteil wird der Rohbau auf jeden Fall weiter stehen bleiben.

Carmen Ick-Dietl

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