Breite Laubengänge zum Hof hin sollen fast wie Balkone nutzbar sein.

Im Winter bezugsfertig

Für Bedürftige: Freistaat baut Wohnungen in Hadern

Gebäude für anerkannte Flüchtlinge und bedürftige Familien sollen schon im Winter bezugsfertig sein.

München - Der Beschluss stammt aus dem Herbst 2015, doch jetzt soll es ganz schnell gehen: An der Kurparkstraße am Haderner Stiftsbogen baut der Freistaat Bayern 34 Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge und Einheimische mit niedrigem Einkommen. Spatenstich soll spätestens im Oktober sein, noch im Winter sollen die Bewohner einziehen.

Geplant sind zwei langgestreckte dreigeschossige Baukörper nördlich der früheren Flüchtlingsunterkunft an der Kurparkstraße. Zwischen den nicht ganz parallel angeordneten Gebäuden sind großzügige Spiel- und Aufenthaltsflächen vorgesehen.

Dass zwischen Spatenstich und Fertigstellung nur wenige Monate liegen, ermöglicht die Bauweise: Die Häuser entstehen aus Holzmodulen im Baukastensystem. Die Nutzung ist auf zehn Jahre ausgelegt. Die Wohnungen werden etwa 45 Quadratmeter groß sein und über eine Wohnküche, ein Bad und zwei Zimmer verfügen. Für größere Familien können zwei Wohneinheiten zusammengelegt werden.

Vorgesehen sind die Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge und zu 30 Prozent für Einheimische mit niedrigem Einkommen. „Hier sollen Familien unterkommen“, erklärte Albrecht Grundmann vom Staatlichen Bauamt den Mitgliedern des Bezirksausschusses Hadern in der jüngsten Sitzung. Auf Nachfrage von Irmgard Hofmann (SPD) verneinte der Architekt ausdrücklich eine Belegung mit „männlichen Einzelpersonen“. Wo denn die jungen Männer untergebracht würden, die man in der Haderner Flüchtlingsunterkunft betreut habe, hakte Hofmann nach. „Hier sucht das Sozialministerium noch nach einer Lösung“, sagte Grundmann.

„Wenn da nur Familien hinein sollen, dann werden auch viele Kinder kommen. Hoffentlich ist das auch mit der Stadt abgesprochen“, gab Renate Unterberg (Die Grünen) zu bedenken. „Die Stadt weiß Bescheid“, versicherte der Architekt. Schule und Kindergarten hätten genug freie Plätze.

Die Wohnanlage hat zu den Spielflächen hin breite Laubengänge. „Da kann man auch einmal eine Bank aufstellen“, sagte der Architekt. Eine Hausverwaltung im Anwesen wird sich um die Belange der Mieter kümmern. Außerdem wird es Mehrzweckräume und eine geringfügige soziale Betreuung geben.

Der Bezirksausschuss war durchaus angetan von den Plänen. „Dann hoffen wir auf einen möglichst frühen Baubeginn“, gab BA-Vorsitzender Johann Stadler (CSU) den Verantwortlichen mit auf den Weg. 

Margot Deny

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