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Im Stau nach München: Die A96 bringt auch den Anwohnern viel Verdruss. Eine Lösung könnte eine Einhausung sein.

Das bringt das neue Jahr im Stadtviertel

Hadern 2017: Warten auf die Verkehrs-Großprojekte

München - In Hadern werden 2017 die Pläne zur U6-Verlängerung vorangetrieben – und vielleicht auch die zur A96-Einhausung. Das bringt das neue Jahr fürs Stadtviertel.

Lärm und Abgase machen den Menschen in Hadern immer mehr zu schaffen. Viele beobachten daher gespannt, wie es mit der gefordertenEinhausung der Lindauer Autobahn im Stadtgebiet weitergeht. Die Bürgerinitiative Bundesautobahn 96 (BIBAB 96) setzt sich seit Jahren unermüdlich dafür ein, dass der Abschnitt einen Deckel bekommt. Ziel ist, die Anwohner zu schützen und den Lärmschutz sowie die lufthygienische und städtebauliche Situation im Bereich der A96 deutlich zu verbessern. Zunächst muss jedoch eine Machbarkeitsstudie klären, ob und wie das Projekt realisiert werden könnte. Eine Entscheidung darüber sei vom Stadtrat bisher neun Mal verschoben worden, so Jürgen Weckerle, einer der Sprecher der Bürgerinitiative. „Neuer Stand ist, dass er sich in diesem Frühjahr damit befassen wird.“ Danach ist wieder Geduld gefragt. Drei Jahre würde es wohl dauern, bis die Ergebnisse vorliegen, so Weckerle.

Einen langen Atem brauchen auch alle, die auf die Verlängerung der U6 von Hadern nach Martinsried warten. Das Vorhaben gestaltet sich schwieriger und langwieriger als gedacht. „Es ist noch nichts in trockenen Tüchern“, erklärt Stefan Schaudig, Geschäftsleiter der Nachbargemeinde Planegg. Derzeit werde noch von mehreren Finanzämtern abgeklärt, ob der ausgetüftelte Vertrag in steuerrechtlicher Hinsicht niet- und nagelfest ist. „Erst wenn wir zu dem Konstrukt eine positive Stellungnahme haben, können alle Beteiligten unterzeichnen und eine Projektmanagementgesellschaft gründen“, erklärt Schaudig. Diese soll anschließend alle weiteren Planungsschritte vorbereiten. Wann der Baustart erfolge, sei folglich völlig ungewiss.

Die Nachkriegssiedlung an der Ludlstraße wird abgerissen und neu gebaut. Auf dem rund 30 000 Quadratmeter großen, direkt an der Lindauer Autobahn liegenden Areal entsteht ein modernes, neues Quartier. Die Gewofag errichtet dort in mehreren Bauabschnitten 373 neue Wohneinheiten, zwei Kindertagesstätten, ein Familien- und Beratungszentrum, zwölf Künstlerateliers, eine ambulant betreute Wohngemeinschaft, einen Nachbarschaftstreff und ein Mehrgenerationenhaus. „Im November 2016 haben wir mit der Entkernung von zwei Gebäudezeilen nördlich der Ludlstraße begonnen“, sagt Gewofag-Sprecherin Kirsten Wiese. Für die Mieter habe das Unternehmen Ersatzwohnungen im eigenen Bestand organisiert. Im Uhrzeigersinn gehe es nun mit der Entkernung der dritten Zeile nördlich der Ludlstraße und mit den Zeilen zwischen Ludlstraße und der A96 weiter. Dort seien momentan in zwei Gebäudezeilen noch Flüchtlinge untergebracht. Ihr Umzug in eine Ersatzunterkunft soll voraussichtlich im Februar sein. Geplant sei, dass der Baubeginn für die neuen Quartiersgebäude im kommenden Herbst erfolge.

Auf dem Campus des Universitätsklinikums Großhadern hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Nun steht dort ein weiteres großes Bauvorhaben an: die Errichtung des „Neuen Hauner“. Denn das traditionsreiche Kinderspital in der Innenstadt ist zu alt und zu eng geworden. Der Architektenwettbewerb für den Neubau wurde bereits im Juli 2015 abgeschlossen. Die Jury setzte den Entwurf von Nickl & Partner Architekten AG aus München auf Platz eins. Bis die Bagger anrollen vergehen jedoch noch einige Jahre. 2017 müsse erst einmal die Haushaltsunterlage für das Neue Hauner eingereicht werden, so der Philipp Kreßirer, Sprecher des Universitätsklinikums. Die Planungen laufen also weiter. Der Baubeginn erfolgt voraussichtlich 2018. 2022 soll die neue Universitätsklinik für Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin am Campus Großhadern fertiggestellt sein. 

Brigitta Wenninger

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