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Das Neue Hauner: Der Architektenwettbewerb für die Kinderklinik ist abgeschlossen – hier die Visualisierung vom Innenhof.

Serie: Das passiert 2016 im Stadtbezirk

Was das neue Jahr in Hadern bringt

München - Neue Klinik-Zentren, Wohnungsbau und ein Geburtstag - auch in Hadern steht im neuen Jahr einiges an. Wir geben Ihnen einen Überblick.  

Seit Jahren dominieren Kräne das Bild auf dem Campus des Universitätsklinikums Großhadern. Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich große und kleinere Bauvorhaben aneinander. Im vergangenen Jahr wurden das Centrum für Schlaganfall und Demenzforschung (CSD) und eine neue Kinderkrippe fertiggestellt.

Neue medizinische Zentren

Dieses Jahr steht die Einweihung des Kinderpalliativzentrums an. „Voraussichtlich im Frühjahr 2016“, so Irene Kolb, Sprecherin des Universitätsklinikums. Es ist die erste Einrichtung dieser Art an einem Akutkrankenhaus. Sie ermöglicht eine stationäre Betreuung mit familiärem Umfeld in einem Haus. Laut Klinikum soll das Zentrum für bis zu acht unheilbar kranke Kinder und ihre Familien „zu einem Ort der Sicherheit und Geborgenheit bei gleichzeitig optimaler Palliativtherapie werden“.

Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist die Errichtung des „Neuen Hauner“ am Campus Großhadern. Der Architektenwettbewerb ist bereits abgeschlossen, im Juli 2015 hat die Jury den Entwurf von Nickl & Partner Architekten AG aus München auf Platz eins gesetzt. Bis die Bagger anrollen, vergehen jedoch noch einige Jahre. Der Baubeginn für das neue Zentrum für Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin am Campus Großhadern wird voraussichtlich 2018 erfolgen. 2022 soll das Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 22.000 Quadratmetern eröffnet werden.

Ein Kulturraum für Hadern

Ein ehemaliges Ladenlokal an der Guardinistraße 90 verwandelt sich in einen Kulturraum für Hadern. Der neue kulturelle Mittelpunkt soll künftig Vereinen aus dem Stadtteil, der Volkshochschule und der Stadtbibliothek zur Verfügung stehen. Er ist für bürgerschaftliche und stadtteilkulturelle Aktivitäten gedacht. Geplant sind ein Foyer, Gruppenräume, ein Archiv für den Haderner Geschichtsverein, ein Büro sowie verschiedene Nebenräume. „Kurz vor Weihnachten hat sich der Nutzerrat konstituiert“, so der Haderner BA-Chef Johan Stadler (CSU). Voraussichtlich im Juni werde der neue Kulturtreff eröffnet.

Unermüdlich kämpft die Bürgerinitiative „Bundesautobahn 96“ (BIBAB 96) seit vielen Jahren um die Einhausung der Lindauer Autobahn im Stadtgebiet. Mit kleinen Erfolgen: Im Dezember 2013 hat der Stadtrat das Planungsreferat damit beauftragt, das Untersuchungsdesign für eine Machbarkeitsstudie erstellen zu lassen. Ziel ist, den Lärmschutz sowie die lufthygienische und städtebauliche Situation im Bereich der A96 deutlich zu verbessern. In diesem Jahr wird sich der Stadtrat wieder mit dem Thema befassen. Dann könnte sich auf der Basis der Vorstudie entscheiden, ob eine Machbarkeitsstudie für die Einhausung in Auftrag gegeben wird.

U-Bahn-Verlängerung bis Martinsried

Die Planungen für die Verlängerung der U6 von Großhadern nach Martinsried gestalten sich schwieriger als gedacht. „Eine unendliche Geschichte“, nannte es der BA-Chef Johann Stadler (CSU) bei der Bürgerversammlung. Der mehrfach angekündigte Durchbruch bei den Verhandlungen steht noch aus. Viele hoffen nun, dass 2016 die letzten offenen Fragen geklärt werden. „Der Vertrag ist unterschriftsreif“, so Planeggs Geschäftsleiter Stefan Schaudig. Er werde nun beim Finanzamt mit der Bitte um schriftliche Stellungnahme eingereicht. Erst wenn das vorgesehene Konstrukt auch von dieser Seite abgesegnet werde, könne der nächste Schritt erfolgen. „Dann werden wir gemeinsam mit dem Landkreis München und dem Freistaat Bayern eine Projektmanagementgesellschaft gründen“, erklärt Schaudig. Wann der Baustart erfolgt, bleibt ungewiss. Sollte es wie vorgesehen 2017 losgehen, wäre eine Einweihung des Streckenabschnitts frühestens 2021 möglich.

Neues Wohnquartier an der Ludlstraße

Die Nachkriegssiedlung an der Ludlstraße wird abgerissen und neu aufgebaut. Auf dem etwa 30.000 Quadratmeter großen, direkt an der Lindauer Autobahn liegenden Areal errichtet die Gewofag ein modernes Quartier mit rund 340 Wohnungen, viel Freiraum und vielfältigen sozialen Einrichtungen. Den jetzigen Mietern bietet die Gewofag während der Bauphase Ersatzwohnungen an. Der Abriss startet voraussichtlich im Herbst 2016, der Baustart erfolgt 2017.

Der Stadtteil feiert Geburtstag

Es gibt Grund zu feiern: 2016 wird Hadern 950 Jahre alt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Zum Jubiläum wird es viele Veranstaltungen geben. Die Feierlichkeiten werden unter anderem mit dem Haderner Dorffest am Max-Lebsche-Platz (29. April bis 8. Mai 2016) und mit der Stadtteilwoche (24. bis 30. Juni 2016) verknüpft.

Wo im Stadtbezirk Flüchtlinge unterkommen

Am Stiftsbogen entsteht eine größere Unterkunft für Flüchtlinge. 2016 wird dort eine Leichtbauhalle mit 200 Plätzen aufgestellt. Im Februar ziehen die ersten Asylbewerber ein. Das Projekt ist auf zwei Jahre befristet. Um die Flüchtlinge zu unterstützen, haben Bürger vor kurzem den Verein „Miteinander Leben in Hadern“ gegründet.

Brigitta Wenninger

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