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Enttäuscht und traurig: Weil Diebe ihren Wohnwagen geklaut haben, müssen Andrea und Miodrag Papic mit ihren Töchtern daheim bleiben.

Dreister Diebstahl

Kurz vor der Abreise in den Urlaub: Junger Familie wird neuer Wohnwagen gestohlen

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Familie Papic hatte sich so auf den Italien-Urlaub gefreut - besonders die beiden Töchter fieberten der Camping-Tour entgegen. Doch kurz vor der Abreise wird der Wohnwagen gestohlen.

München - Wenn Andrea Papic über den geplanten Familienurlaub spricht, kommen ihr die Tränen. Es sind Tränen der Wut und der Enttäuschung. Denn es wird keine Reise geben: Der nagelneue Wohnwagen der Papics wurde gestohlen - einen Tag vor der Abreise!

„Ich kann es noch immer nicht glauben“, sagt die 41-Jährige. Seit Tagen fieberten ihre Töchter (3 und 6 Jahre alt) auf die große Reise hin. 14 Tage nach Italien, Rimini, hätte es gehen sollen. „Wir wollten campen.“ Freitagfrüh hätte es losgehen sollen. „Ich habe am Mittwoch schon alles gepackt und den Wohnwagen eingeräumt.“ Drin waren schon Grill, Geschirr und Bettzeug, sogar der Kühlschrank war schon eingeräumt. „Wir hätten nur noch losfahren müssen...“

22.000 Euro teurer Wohnwagen direkt unter dem Schlafzimmerfenster weggeklaut

Die Familie hatte den Wohnwagen (Knaus Sport 540 FDK) erst im April für rund 22.000 Euro gekauft. Die Reise nach Rimini war da schon fest geplant. Dann die verhängnisvolle Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Der Wohnwagen stand direkt unter dem Schlafzimmerfenster des Ehepaars in der Toemlingerstraße, einer ruhigen Wohnstraße in Hadern. „Wir haben unser Schlafzimmer im zweiten Stock - und nichts gehört!“ 

Nachbarn haben ihnen später erzählt, dass sie zwischen vier und fünf Uhr morgens das Zuschlagen von Autotüren gehört hätten. „Sie dachten, dass wir jetzt schon in den Urlaub fahren.“ Sie konnten nicht ahnen, dass statt der Papics dreiste Diebe mit dem Wohnwagen davonfuhren!

Der Wohnwagen (Kennzeichen M-MY-540) wurde an der Toemlingerstraße in der Nacht auf Donnerstag geklaut.

Andrea Papic dachte bei Wohnwagen-Diebstahl erst an einen Scherz

Am nächsten Morgen schaut Andreas Mann Miodrag aus dem Fenster und sieht - nichts! „Der Wohnwagen war weg! Ich habe das erst für einen schlechten Scherz gehalten, aber an seinem Gesicht habe ich gesehen, dass das kein Spaß war.“ Aufgelöst rufen sie bei der Polizei an und erstatten Anzeige.

Ein Polizeisprecher bestätigt, dass in einem „besonders schweren Fall von Diebstahl“ ermittelt werde. „Das Kennzeichen und die Fahrgestellnummer sind europaweit zur Fahndung ausgeschrieben“, sagt er zur tz. Generell empfiehlt die Polizei, Wohnwagen mit Radkrallen und Deichselschlössern zu sichern.

Auch Kindergeschirr und Stillkissen sind abhanden gekommen

Statt Sonne und Strand steht den Pacics jetzt Papierkram ins Haus. Da ihr Wohnwagen mit einem Deichselschloss gesichert und abgesperrt war, übernimmt die Versicherung wohl den Schaden. Nicht mit abgesichert ist allerdings der Inhalt. „Allein die Camping-Ausrüstung ist bestimmt um die 2000 Euro wert.“ 

Doch was für Andrea noch schlimmer wiegt als der finanzielle Schaden, ist der Verlust der ideellen Werte, die im Wagen waren. „Ich habe zum Beispiel das Kindergeschirr eingepackt, das ich schon als Kind hatte. Oder mein Stillkissen, das den Mädchen beim Schlafen im Wagen als Absturzsicherung dienen sollte. Diese Dinge sind unwiederbringlich.“

Die Polizei bittet unter Telefon 089/291 00 um Hinweise zu dem gestohlenen Wohnwagen.

Auch in Bonn haben Unbekannte ein Fahrzeug geklaut. Statt mit einem Wohnwagen fuhren die Diebe allerdings mit einem Porsche Cayenne davon.

Familie Kubick verlebte zwar einen Traumurlaub auf Mallorca, doch die Rückreise wurde zum Alptraum-Trip. Denn erst zehn Stunden nach dem Aufbruch war das Quartett wieder in München. Am Nürnberger Flughafen mussten Reisende zwei Tage auf ihren Flug nach Ägypten warten.

In Eschenlohe bei Garmisch wird die als rechtsextrem geltende Gesellschaft für freie Publizistik Ende August eine Tagung abhalten. Ihr Gastgeber: Ein türkischer Wirt.

Kein Insasse überlebte den Horror-Crash auf Mallorca. Ein Hubschrauber eines deutschen Unternehmens ist mit einem Ultraleichtflugzeug kollidiert. Sieben Menschen starben.

Daniela Schmitt

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