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Die Katze Emmi wurde fünf Mal angeschossen. Vermutlich mit einem Luftgewehr, diese sind in Deutschland frei verkäuflich.

Tierfhalterin hofft auf Hinweise von den Nachbarn

Fünf Kugeln im Katzenkörper - wer ist der brutale Tierhasser? 

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Warum die Katze Emmi derart leiden muss, weiß keiner. Wie ihre Besitzerin mehr oder weniger durch Zufall herausfand, hatte ein Unbekannter fünf Mal mit einem Luftgewehr auf das Tier geschossen. Ärzte entfernten die Kugeln – alle bis auf die im Herzmuskel.

In den Brustkorb. Knapp am Auge vorbei. Hinter das linke Ohr. In die Hinterläufe. Nochmals in den Nacken. Fünf Mal hat ein unbekannter Luftgewehrschütze auf Emmi geschossen – und das wahrscheinlich am helllichten Tag.

„Hier sind überall Gärten in denen Kinder spielen und irgendwo ganz in der Nähe hat jemand auf meine Katze geschossen“, sagt die Besitzerin Marlies K. (Name geändert), die in Kleinhadern wohnt. Sie hat Angst – nicht nur um ihr Tier und eine mögliche Wiederholungstat, sondern auch davor, dass der Täter vielleicht ganz in der Nähe lebt – inmitten spielender Kinder.

Der Tierarzt schnitt das Projektil heraus 

Irgendwann in den Faschingsferien muss der Schütze Emmi erwischt haben. „Als wir aus dem Urlaub zurückgekommen sind, hatte sie eine eitrige Beule über dem Auge“, erzählt die Besitzerin. „Hätte ich gewusst, was der Grund dafür war, hätte ich niemals meinen neunjährigen Sohn mit zum Tierarzt genommen“, sagt die Mutter. In der Praxis wurde klar, was die Wunde verursacht hatte: Der Tierarzt schnitt das Projektil eines Luftgewehrs heraus, während der Sohn von Frau K. in Tränen ausbrach.

Doch es war nicht die einzige Kugel in Emmis Körper: Auf den Röntgen-Bildern kamen vier weitere Geschosse zum Vorschein. Insgesamt vier der fünf Projektile konnte der Tierarzt herausoperieren. Eines steckt im Herzmuskel. Es zu entfernen, ist zu riskant, die Besitzerin kann nur hoffen, dass sich dort kein Abszess bildet.

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Eine Katze mit Schussverletzungen ist kein Einzelfall, sagt der Tierarzt der Katze, Klaus Sommer. „Immer wieder“ sehe er solche Verletzungen. Häufig zielten die Täter auf Kopf und Augen. Luftgewehre sind in Deutschland frei verkäuflich, man darf ohne Genehmigung auf Privatgrundstücken schießen.

„Das Ganze ist so unfassbar“, sagt Marlies K. Sie will Strafanzeige erstatten wegen Tierquälerei und eines möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Sie hofft auf Hinweise von Münchnern, die während der Faschingsferien etwas Auffälliges gesehen oder gehört haben.

Vermutet wird, dass Emmi in Kleinhadern angeschossen wurde (zwischen Senftenauerstraße und Autobahn). Wer Hinweise geben kann, kontaktiert den Tierschutzverein (Telefon 089/92 10 00 21) oder die Polizei (Telefon 089/2 91 00).

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