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Im Waldfriedhof steht nun wieder ein Gedenkstein zu Ehren des ermordeten Anarchisten Gustav Landauer.  

84 Jahre nach Zerstörung

Anarchist Gustav Landauer bekommt neues Denkmal

1933 wurde das Denkmal für den Anarchisten mit jüdischen Wurzeln, Gustav Landauer von den Nationalsozialisten zerstört. Jetzt wurde der Gedenkstein wieder errichtet.

Im selben Jahr, in dem Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, wurde das im Jahr 1925 im Waldfriedhof errichtete Denkmal für den Pazifisten und Freund von Kurt Eisner, Gustav Landauer von den Nationalsozialisten zerstört. Nun wurde der Gedenkstein zu Ehren des Anarchisten wieder errichtet.

Die Feier zur Aufstellung des Denkmals fand am Donnerstag, 29.Juni, statt. Gestaltet wurde das Denkmal von dem Bildhauermeister Markus Knittel. Als Inschrift trägt der Gedenkstein am Gräberfeld 95 Landauers „Aufruf zum Sozialismus“ aus dem Jahre 1908: „Jetzt gilt es, noch Opfer anderer Art zu bringen, nicht heroische, sondern stille, unscheinbare Opfer, um für das rechte Leben ein Beispiel zu geben“. 

Gustav Landauer, geboren am 7. April 1870, war bekennender Kriegsgegner während des ersten Weltkriegs und Freund des ersten Bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner, der ihn während der Revolution um seine Mitarbeit gebeten hatte. 

Nach Kurt Eisners Ermordung 1919 rief Landauer noch im selben Jahr gemeinsam mit dem Schriftsteller Erich Mühsam die erste Räterepublik Bayerns aus. Nach dem der Palmsonntagsputsch vom 13. April 1919 zum Sturz der Räterepublik geführt hatte, konstituierte sich die Räterepublik unter kommunistischer Führung neu. Landauer zeigte zwar zunächst seine Bereitschaft zur Mitarbeit, distanzierte sich jedoch bereits drei Tage darauf von der von Eugen Leviné und Max Levien dominierten Führung.

Kurz darauf, am 1. Mai 1919, wurde der Anarchist im Haus der Witwe Eisners verhaftet und am Tag darauf von Freikorpssoldaten in München ermordet. 

Der Anarchist und Pazifist mit jüdischen Wurzeln hatte als Schriftsteller und Übersetzer gearbeitet. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören die politischen Texte „Die Revolution“ (1907) und der „Aufruf zum Sozialismus“ (1911).

laf

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