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Die Todesstelle an der Sauerbruchstraße: Hier wurde auch die Kette gefunden.

Passanten wollten sie noch warnen

26-Jährige von Porsche überfahren - tot! Ihre Kette lag noch am Unfallort

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    Marcel Görmann
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Trauriger Abschluss der Weihnachtstage für die Rettungskräfte in München: Eine 26-Jährige wurde in Großhadern überfahren. 

München - Ihre goldene Halskette liegt noch da – direkt am Unglücksort: Genau dort ist am zweiten Weihnachtsfeiertag eine 26 Jahre alte Krankenschwester von einem Porsche erfasst und tödlich verletzt worden. Ersten Ermittlungen zufolge trug die junge Frau aus Turkmenistan beim Überqueren der Sauerbruchstraße Kopfhörer.

Andere Fußgänger wollten sie noch warnen, doch die Krankenschwester, die vermutlich gerade auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle im Klinikum Großhadern war, reagierte nicht. Wieder riefen die Passanten, sie solle warten. Doch sie trat auf die Fahrbahn – da war es zu spät. Dem Fahrer des Porsche 911, einem 48 Jahre alten Münchner, blieb wohl keine Zeit mehr, um zu reagieren. Der Wagen erfasste die Frau frontal, ihr Körper wurde direkt auf die Fahrbahn geschleudert. Die Krankenschwester erlitt hierbei schwerste Kopfverletzungen. In einer Not-Operation versuchten die Ärzte noch ihr junges Leben zu retten – aber vergeblich.

Die Münchner Polizei will vor diesem tragischen Hintergrund erneut zur Vorsicht mahnen. Denn die Dunkelheit stellt eine große Gefahr für Fußgänger dar, die nicht auf den Verkehr achten oder wegen ihrer dunklen Kleidung von anderen Verkehrsteilnehmern nicht wahrgenommen werden können. 

Unfälle im Winter mit Fußgängern

Allein im Dezember ereignete sich schon sechs Unfälle im Stadtgebiet, bei denen Fußgänger beim unachtsamen Überschreiten der Fahrbahn schwer verletzt wurden. Vier davon bei Dunkelheit oder in der Dämmerung.

Ein ähnlich schlimmer Unfall ereignete sich bereits am Samstag. Ein 27-Jähriger lief betrunken auf die Steinsdorfstraße und wurde von einem Auto überfahren wurde. Schwer verletzt kam er in die Klinik.

Ein Mann lief einfach nachts auf den Frankfurter Ring, ein anderer wurde an einer Kreuzung in Riem von einem Auto mitgeschleift. Bei einem Unfall in der Heidemannstraße war eine 28-Jährige von ihrem Mobiltelefon abgelenkt, als sie von einem Renault Twingo erfasst wurde

Die Polizei rät dazu, helle bzw. reflektierende Kleidungsstücke zu tragen, sich auf den Verkehr zu konzentrieren und nach Möglichkeit nur Ampeln, Fußgängerunterführungen bzw. Zebrastreifen zu benutzen, auch wenn es einen kleinen Umweg bedeutet. 

Video: Schlimmer Unfall in Schongau: Pkw erfasst zwei Fußgänger

Lesen Sie auch: Von zwei S-Bahnen überrollt - Mann (24) verliert beide Arme und ein Bein

Video: Glomex

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