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Regina K. soll in Großhadern vier Patientinnen fast getötet haben.

Anwältin: Beweise fehlen

Trotz 7-fachen Mordversuchs: Hebamme klagt gegen Kündigung

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München - Am Dienstag saß Regina K. (34) noch auf der Anklagebank. Die Hebamme soll in zwei Kliniken – darunter Großhadern – sieben Morde versucht haben. Unglaublich: Am Mittwoch ließ Regina K. ihre Anwältin gegen ihren Ex-Arbeitgeber klagen!

Grund: Das Klinikum Großhadern hatte ihr im August 2014 im Zuge der Ermittlungen gekündigt.

Der Vorwurf: Hebamme Regina K. soll Patientinnen Blutverdünner verabreicht haben, worauf diese in Folge ihrer Kaiserschnitt-Geburten beinahe verblutet wären. Nach dem vierten Fall in Großhadern, erstatte die Klinik am 10. Juli Strafanzeige gegen Regina K. Ein Sprecher des Klinikums erklärt: „Frau K. wurde im August 2014 außerordentlich und mit sofortiger Wirkung gekündigt.“ Es habe sich um eine „Verdachtskündigung“ gehandelt.

Zum Verständnis: Eine Verdachtskündigung spricht der Arbeitgeber gegenüber seinem Arbeitnehmer aus, wenn der Verdacht besteht, dass dieser eine strafbare Handlung oder eine schwerwiegende Pflichtverletzung begangen haben könnte. Zu einer solchen Kündigung gehört aber auch, dass der Arbeitgeber der Beschuldigten eine Anhörung zum Kündigungsgrund gewährt. „Das ist einer der Punkte, den wir anfechten“, erklärte die Anwältin Barbara Kühn, die K. vertritt, am Mittwoch gegenüber der tz. „Diese Anhörung gab es aber nie.“

Kühn weiter: „Die Kündigung fußte lediglich auf Vorwürfen. Sie muss aber durch Tatsachen gestützt sein.“ Diese habe es damals so wenig gegeben wie heute. Außerdem müsse die Verdachtskündigung innerhalb einer zweiwöchigen Frist erfolgen, das sei nicht passiert. Die Klinik aber betont: „Die Kündigung war aufgrund der Situation angezeigt.“

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